2:2 nach 0:2 - FC Kray blamiert Kölner Star-Truppe

Xhino Kadiu (l.) traf für den FC Kray.
Xhino Kadiu (l.) traf für den FC Kray.
Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Die Feierabend-Kicker des FC Kray haben den haushohen Favoriten Viktoria Köln blamiert.
  • Nach einem 0:2-Rückstand erkämpfte sich der FC Kray ein 2:2.
  • "Das kann man nicht hoch genug bewerten, zumal der Punkt nicht unverdient war", jubelte der Krayer Präsident Günther Oberholz.

Köln.. Der FC Kray hat am Sonntag für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Beim Tabellendritten Viktoria Köln erkämpften sich die Essener ein 2:2 (0:1).

Mit lautem Getöse hatten die Kölner im Laufe der Woche ihre beiden spektakulären Wintertransfers präsentiert. Mäzen Franz-Josef Wernze hatte tief in die Tasche gegriffen, um David Jansen und Fatih Candan zur Viktoria zu locken. Mit Hilfe der beiden hochtalentierten Stürmer soll es in diesem Jahr endlich mit der Meisterschaft klappen. Doch ausgerechnet gegen die Feierabend-Kicker des FC Kray hat sich die Truppe von Trainer Tomasz Kaczmarek gleich mal bis auf die Knochen blamiert.

Trotz einer 2:0-Führung durch Tore von Daniel Reiche (2.) und Mike Wunderlich (48.) reichte es gegen den Tabellenvorletzten vor 771 Zuschauern im Sportpark Höhenberg nur zu einem 2:2. Der überragende Vincent Wagner (62.) und Xhino Kadiu (88.) sorgten für lange Gesichter im Lager des haushohen Favoriten, bei dem der Ex-Oberhausener Jansen erst in der 79. Minute eingewechselt wurde. Fatih Candan saß aufgrund der fehlenden Spielberechtigung nur auf der Tribüne.

Dem FC Kray hilft der eine Zähler im Abstiegskampf freilich nur geringfügig weiter. Die Freude über den kaum für möglich gehaltenen Bonuspunkt war dennoch groß: "Wir können stolz darauf sein, was unsere Truppe gegen diese hochkarätig besetzte Kölner Mannschaft geleistet hat. Das kann man nicht hoch genug bewerten, zumal der Punkt nicht unverdient war", jubelte FCK-Präsident Günther Oberholz.

Krays Trainer Stefan Blank bewertete das Spiel deutlich nüchterner. Abgesehen von den vermeidbaren Gegentoren zu Beginn der beiden Halbzeiten hatte der Ex-Profi allerdings wenig zu beanstanden. "In unserer Situation helfen uns natürlich nur Siege. Dennoch war dieser Punkt sehr wichtig für den Kopf. Wir haben die Kölner über weite Strecken des Spiels genervt und waren vor allem im zweiten Durchgang sehr präsent. So kann es weitergehen", gab Blank zu Protokoll.