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Rafinha bekommt trainingsfrei

31.08.2009 | 13:51 Uhr

Nach Spekulationen um einen Vereinswechsel hat der Brasilianer Rafinha von Schalkes Trainer Felix Magath trainingsfrei bekommen. "Er soll den Wirbel um seine Person verarbeiten."

Der am Montag beim Training des Bundesligisten Schalke 04 fehlende Brasilianer Rafinha hat wenige Stunden vor Ende der ersten Saison-Transferfrist noch einmal für viele Spekulationen gesorgt. Der 23 Jahre alte Rechtsverteidiger hat sich aber nicht mit einem Blitztransfer aus Gelsenkirchen verabschiedet, sondern wurde von Schalkes Trainer und Manager Felix Magath für ein paar Tage aus dem Verkehr gezogen.

"Rafinha hat frei bekommen. Er muss den Wirbel um seine Person verarbeiten, daher ist es besser, wenn er erst einmal nicht trainiert", sagte Magath am Montag nach der Vormittagseinheit der Königsblauen.

Auf dem Weg in die Heimat

Rafinha soll auf dem Weg in seine Heimat sein, wo seine Lebensgefährtin Carolina und Töchterchen Marie-Luiza nach wie vor leben. Einen Last-Minute-Weggang des mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2011 ausgestatteten wechselwilligen Spielers schloss Magath aus.

"Ich weiß nicht, ob er wirklich weg wollte oder Vermittler ihn dazu gedrängt haben. Er war am Sonntag nach den Pfiffen im Spiel gegen den SC Freiburg in einer sehr schlechten Verfassung. Ihn hat das alles sehr mitgenommen, daher braucht er jetzt vor allem Ruhe. Ich bin mir aber sicher, dass wir ihn hier weiter trainieren und spielen sehen. Für diese Periode schließe ich einen Transfer Rafinhas aus", sagte der 56-jährige Magath.

"Ich erwarte ihn nicht so früh zurück"

Wann Rafinha wieder zum Dienst erscheinen soll, ließ Magath offen. "Ich erwarte ihn nicht so früh zurück", sagte der Fußballlehrer. Das nächste Ligaspiel der Schalke steigt erst am 13. September (17.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) beim 1. FC Köln.

Auch Mittelfeldspieler Jermaine Jones, der beim VfB Stuttgart im Gespräch sein soll, erhält von dem finanziell angeschlagenen Traditionsverein aus dem Revier keine Freigabe. "Einige Leute haben versucht, unsere wirtschaftliche Notsituation für sich zu nutzen. Über dubiose Vermittler wurden Anfragen an mich herangetragen, aber es gab kein Angebot, das es ernsthaft zu prüfen galt. Wir hatten die Bereitschaft, Spieler abzugeben, aber das nur zu einem bestimmten Preis, es wird keiner verramscht", sagte Magath.

Zum Verkauf hätten die Reservisten Gerald Asamoah (Vertrag bis 2011) und Albert Streit (2012) gestanden, für die es allerdings aus Schalker Sicht keine akzeptable Angebote gab. Interesse sollen die Schalker angeblich laut der französischen Fachzeitung L'Equipe an einer Verpflichtung des Franzosen Jerome Rothen von Paris St. Germain zeigen. Allerdings müsste zunächst ein Spieler abgegeben werden, ehe ein weiterer Transfer wie der von Rothen - die Ablösesumme wird auf eine bis zwei Millionen Euro taxiert - gestemmt werden könnte.

DerWesten

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