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Spitzenclub Paris St. Germain fast ohne Nationalspieler

11.02.2016 | 13:47 Uhr
Laurent Blanc hat seinen Vertrag als Trainer von Paris St. Germain bis 2018 verlängert.
Laurent Blanc hat seinen Vertrag als Trainer von Paris St. Germain bis 2018 verlängert.Foto: Etienne Laurent/dpa

Paris.  Sie ist die Übermannschaft im EM-Land, für die Fußball-Nationalmannschaft Frankreichs spielt aber fast keiner von Paris St. Germain. Dabei ist die PSG-Souveränität erdrückend: Tabellenführer in der Liga mit 24 Punkten Vorsprung und einer unfassbaren Torbilanz von plus 51 Treffern.

Seit 34 Spielen ist der Hauptstadtclub saisonübergreifend in der Ligue 1 ungeschlagen, als Titelverteidiger zog er ins Pokal-Viertelfinale ein. Am 11. Februar verkündete PSG dann die Vertragsverlängerung mit seinem Erfolgscoach.

So viele Titel wie Laurent Blanc seit seiner Ankunft 2013 mit PSG holte, gewann keiner seiner 24 Vorgänger. Auch nicht Carlo Ancelotti, der künftige Bayern-Coach, den Blanc abgelöst hatte. "Seit dem Beginn fühle ich mich geehrt, für einen so ambitionierten Club zu arbeiten und es gibt mir viel Befriedigung, Spieler mit solch einem Talent zu trainieren", erklärte Blanc auf der Homepage von PSG.

Talent ist gut, in Paris haben sich internationale Topstars gesammelt. Nur ein paar Namen: Thiago Silva, Kapitän, Brasilianer, 31 Jahre alt. David Luiz, ebenfalls Brasilianer, 28 Jahre alt. Thiago Motta, Italiener, 33 Jahre alt, Ángel di María, Argentinier, 27 Jahre alt, Ezequiel Lavezzi, ebenfalls Argentinier, 30 Jahre alt, Edinson Cavani, 28 Jahre alt, Uruguayer und allen voran Zlatan Ibrahimovic. Der 34 Jahre alte Schwede. Mit viel, viel Geld aus Katar ist PSG mit Präsident Nasser Al-Khelaïfi an der Spitze und Blanc auf der Bank in Frankreich zum Fußball-Imperium geworden, für das seit vergangenem Sommer auch der deutsche Torwart Kevin Trapp spielt.

Der Nutzen für die Équipe tricolore ist fraglich. Im Kader für das Länderspiel zuletzt in England stand in Blaise Matuidi gerade ein Spieler von PSG. Für den Kader der U21 waren zuletzt in Presnel Kimpembe und Adrien Rabiot auch nur zwei Spieler nominiert.

Blanc dürfte das zunächst nicht allzu sehr belasten. Selbst wenn er Vorgänger von Didier Deschamps als Chefcoach der Nationalmannschaft war und einst als Kapitän mit Deschamps den WM-Titel 1998 im eigenen Land gewann. Letztlich haben beide sogar das gleiche Ziel in diesem Jahr: Die eigene Mannschaft zur Besten in Europa zu machen, Deschamps bei der Heim-EM, Blanc in der Champions League.

"Wir wollen so viele Wettbewerbe wie möglich gewinnen", erklärte Al-Khelaïfi, das wisse die ganze Welt. Und der große Traum sei es, so weit wie möglich in der Champions League zu kommen. Ins Finale schaffte es PSG im Kampf der Meister noch nie. Im Vorgänger-Wettbewerb der Champions League standen die Pariser zuletzt in der Saison 1994/1995 im Halbfinale.

Weniger als eine Woche vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen den englischen Meister FC Chelsea verlängerte PSG nun das Arbeitsverhältnis mit Blanc vorzeitig um weitere zwei Jahre bis 2018. "Eine Symbolfigur des französischen Fußballs", schreibt PSG selbst in der Auflistung seiner bisherigen Trainer über Blanc. Mit der Übermannschaft ist er auch auf dem Weg zur Symbolfigur von Paris St. Germain.

Die Titel von Paris St. Germain unter Laurent Blanc:

MEISTERSCHAFT:

1. Platz Saison 2013/2014

1. Platz Saison 2014/2015

aktuell: 1. Platz mit 24 Punkten Vorsprung

FRANZÖSISCHER POKAL:

1. Platz 2015

aktuell: Viertelfinalist

LIGA-POKAL:

1. Platz 2014

1. Platz 2015

CHAMPIONS TROPHY:

1. Platz 2013

1. Platz 2014

1. Platz 2015

(dpa)

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2016-02-11 13:47
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