Podolski-Wechsel von Arsenal zu Inter Mailand fast perfekt

Die Zeit des Abschieds naht: Lukas Podolski macht sich wohl endgültig auf den Weg nach Italien.
Die Zeit des Abschieds naht: Lukas Podolski macht sich wohl endgültig auf den Weg nach Italien.
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Was wir bereits wissen
Die Gunners und der Serie-A-Klub einigten sich auf ein Leihgeschäft. Der 29-Jährige sollte am Freitagabend zum Medizincheck in Italien eintreffen.

LondonMailand.. Der Wechsel des deutschen Fußball-Nationalspielers Lukas Podolski zum italienischen Traditionsklub Inter Mailand nimmt konkrete Formen an. Podolskis bisheriger Klub FC Arsenal und der Serie-A-Verein einigten sich am Freitag auf ein Leihgeschäft bis zum Saisonende, wie die "Gazzetta dello Sport" und andere Medien übereinstimmend berichteten.

Der 29-Jährige sollte voraussichtlich am Abend zum Medizincheck in Italien eintreffen. "Ich kenne ihn sehr gut, er ist Weltmeister, kann auf verschiedenen Positionen spielen, hat sehr viel Erfahrung und Qualität", lobte Inter-Coach Roberto Mancini im Twitter-Chat mit den Fans Podolski. "Und die deutschen Spieler haben in Italien immer sehr gute Leistungen gezeigt."

Einsatz gegen Juventus Turin möglich

Der 18-malige italienische Meister, der in der Liga nur auf einem enttäuschenden elften Platz liegt, will Podolski möglichst schon am Dienstag gegen Meister Juventus Turin einsetzen.

Zuvor hatten bereits die englische Zeitung "Daily Telegraph" und die "Gazzetta dello Sport" berichtet, die Gunners könnten den wechselwilligen Weltmeister innerhalb der nächsten Tage an Inter ausleihen. Das Leihgeschäft könnte am Saisonende für fünf Millionen Pfund in einen permanenten Wechsel übergehen, berichtete "Daily Telegraph" am Freitag. Der 29 Jahre alte Podolski kam in dieser Saison für Arsenal nur zu zwölf Einsätzen und erzielte drei Treffer.

Podolski Wenger bezeichnete erstes Angebot als Farce

Arsenal-Trainer Arsène Wenger hatte eingeräumt, dass sein Klub mit den Italienern in Verhandlungen über einen Transfer von Podolski steht. Das erste Angebot bezeichnete Wenger noch als Farce. Danach habe es jedoch einen ernsthafteren Vorschlag gegeben. "Wir werden sehen, was passiert", sagte Wenger nach dem 0:2 der Gunners am Donnerstag beim FC Southampton. Laut "Gazzetta dello Sport" hatten sich beide Klubs zuletzt angenähert, nachdem die Vorstellungen über die Ablösesumme zunächst weit auseinandergelegen hätten.

Der 121-malige Nationalspieler hatte die Partie des FC Arsenal in Southampton wegen einer Oberschenkelverletzung verpasst. Zuvor hatte sich der ehemalige Kölner via Twitter gegen einen Medienbericht gewehrt, er habe angeblich aus Frust über seine geringen Einsatzchancen den Trainingsplatz verlassen und eine Leistenverletzung als Grund vorgeschoben. Der Ex-Kölner hatte in der Vergangenheit mehrmals zu geringe Einsatzzeiten in London beklagt. (dpa)