Pizarro schießt Peru zum Gruppen-"Endspiel"

Peru hat sich in der südamerikanischen Meisterschaft Copa América mit 1:0 gegen Venezuela durchgesetzt. Bayern-Stürmer Claudio Pizarro traf in Valparaíso in der 71. Minute für die Peruaner.

Valparaíso.. Welchen Einfluss der Bayern-Reservist noch immer auf die Fußball-Nationalmannschaft hat, zeigte eine kleine Geste. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Schalke-Stürmer Jefferson Farfán sollte eigentlich Carlos Lobaton das Team als Kapitän gegen Venezuela aufs Feld führen. "Aber in der Kabine hat er mir die Binde übergeben", sagte Pizarro.

Peru hat nach dem Sieg weiter alle Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale bei der Copa América. Bedanken kann sich die Mannschaft beim alten Mann mit der Binde. Pizarro erzielte den entscheidenden Treffer. "Das war sehr bewegend. Es ist immer schön, ein Tor zu schießen. Aber dieses Tor war sehr wichtig, denn jetzt haben wir ein Endspiel", sagte der Oldie des FC Bayern München.

In der Gruppe C ist alles offen, vor dem letzten Spieltag haben alle Teams einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Am Sonntag trifft Peru auf Kolumbien und Brasilien spielt gegen Venezuela.

36 Jahre ist der Vollblutstürmer mittlerweile alt, Anfang Oktober feiert er seinen 37. Geburtstag. Ob er dann noch bei den Bayern spielt, ist offen. Sein Vertrag läuft am 30. Juni aus. Pizarro würde gerne in München bleiben, der Rekordmeister hat sich noch nicht eindeutig zu seiner Zukunft geäußert. Die Folgen des Alterns bleiben auch Pizarro nicht verborgen. "Richtig gut geht es mir nicht", sagte er nach der Partie. "Das Spiel war sehr anstrengend."