Olympia 1988: DFB-Elf mit Klinsmann zur Bronzemedaille

Jürgen Klinsmann beschreibt die Olympia-Teilnahme 1988 als einen "Höhepunkt" in seiner Karriere, und für den damaligen Chefcoach Hannes Löhr war der Gewinn der Bronzemedaille in Seoul ein "außergewöhnlicher Moment".

Berlin.. Dabei wurde die Olympia-Auswahl einst in der Bundesliga nur als lästiges Pflichtprogramm angesehen. Auf den letzten Drücker reiste die DFB-Auswahl in die südkoreanische Hauptstadt, wusste dort aber zu begeistern.

In Klinsmann, Frank Mill und Wolfram Wuttke standen drei Spieler im 20-köpfigen Kader, die wenige Wochen zuvor auch bei der EM-Endrunde unter Teamchef Franz Beckenbauer dabei waren. Dazu kamen Thomas Häßler, Holger Fach und Karl-Heinz Riedle, die zwei Wochen vor der Abreise nach Südkorea in der Nationalelf debütierten.

Im nächsten Jahr wird erstmals seit 1988 wieder eine deutsche Männer-Elf bei Olympia spielen. Die U21-Auswahl hatte am Dienstag durch ein 1:1 gegen Tschechien die Rio-Qualifikation geschafft.

Die deutsche Aufstellung 1988 im Spiel um Platz drei gegen Italien (3:0): Uwe Kamps - Thomas Hörster - Roland Grahammer, Wolfgang Funkel, Michael Schulz, Gerhard Kleppinger - Thomas Häßler, Wolfram Wuttke (Christian Schreier), Ralf Sievers (Rudi Bommer) - Jürgen Klinsmann, Frank Mill - außerdem im Kader: Oliver Reck - Holger Fach, Gunnar Sauer - Armin Görtz, Olaf Janßen, Karl-Heinz Riedle, Fritz Walter.