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Nullnummer in Stuttgart

29.08.2009 | 17:30 Uhr

Der VfB Stuttgart ist am vierten Bundesliga-Spieltag in der heimischen Mercedes-Benz Arena gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg nicht über ein torloses Unentschieden hinausgekommen.

Der VfB Stuttgart ist drei Tage nach dem erfolgreichen Auftritt auf der großen Bühne Champions League wieder im harten Bundesliga-Alltag angekommen. Die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel kam gegen den noch immer sieglosen Aufsteiger 1. FC Nürnberg nicht über ein 0:0 hinaus und stagniert national im Mittelmaß. Für die Franken war das Unentschieden nach dem schwachen Saisonstart immerhin ein kleiner Achtungserfolg.

42.000 Zuschauer sahen auf der Stadion-Baustelle ein äußerst dürftiges Bundesliga-Spiel. Beide Teams ließen spielerischen Glanz und Raffinesse vermissen, und so blieben packende Torszenen weitgehend aus.

Babbel hatte seine Ankündigung wahr gemacht und im Vergleich zum 0:0 gegen den FC Timisoara fünf frische Kräfte gebracht. Auf den angeschlagenen VfB-Spielmacher Alexander Hleb verzichtete er aber zunächst noch. Babbels Gegenüber Michael Oenning reagierte auf den misslungenen Saisonbeginn und ließ im defensiven 4-1-4-1 mit Angelos Christeas als einziger Spitze spielen.

Trotz der taktisch vorsichtigen Ausrichtung hatte Nürnberg die ersten Chancen, weil der VfB allzu behäbig spielte. Schon nach vier Minuten tauchte Charisteas alleine vor VfB-Torwart Jens Lehmann auf, doch Schiedsrichter Babak Rafati pfiff den Griechen wegen angeblicher Abseitsstellung zurück. Dario Vidosic kam wenig später in aussichtsreiche Position, doch Lehmann hielt. Ein Schuss von Marcel Risse verfehlte sein Ziel knapp.

Beim VfB dagegen fehlten Schwung und Ideen, fast folgerichtig resultierte die einzige Torgelegenheit in der ersten Hälfte aus einer Standardsituation. Nach einem Freistoß des ansonsten blassen Jan Simak köpfte Nationalspieler Cacau gefährlich aufs Tor, doch Raphael Schäfer parierte glänzend. Anstatt nun endlich aufzuwachen, fiel der VfB aber wieder in den alten Trott zurück und wurde dafür von den eigenen Fans phasenweise ausgepfiffen.

In Hälfte zwei gaben sich die Profis etwas mehr Mühe, allerdings blieben Höhepunkte weiter rar. Nach einer guten Stunde fasste sich der gute Risse ein Herz, sein toller Alleingang endete jedoch mit einem Schuss an den Pfosten. Stuttgart blieb mit Ausnahme von Zugang Pawel Pogrebnjak harmlos: Der russische Nationalspieler taute erst spät auf, prüfte dann jedoch zweimal Schäfer, der beide Male tadellos parierte.

DerWesten

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