Fußball
Verbesserte TSG will ins Pokal-Halbfinale
15.03.2010 | 16:49 Uhr 2010-03-15T16:49:00+0100
In der Meisterschaft hat Fußball-NRW-Ligist TSG Sprockhövel endlich wieder einmal gepunktet. Das ist wichtig vor dem Pokalspiel gegen den TuS Ennepetal am Dienstag (19.30 Uhr Bremenstadion). Mit TSG-Trainer Lothar Huber sprach Sportredakteur Heiner Wilms.
Noch einmal kurz zum Spiel gegen Hüls, das zwei grundverschiedene Halbzeiten hatte. Was haben Sie eigentlich der Mannschaft in der Pause gesagt?
Huber: Dass es so nicht weitergehen kann. Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Engagement gezeigt. Außerdem fehlte uns die Passsicherheit. Die Bälle, die wir mit großem Aufwand erkämpft haben, wurden leichtfertig wieder hergegeben.
Im zweiten Durchgang hat Ihre Mannschaft dann aber über weite Strecken richtig gut gespielt.
Huber: Ja. Hüls hat uns dann aber auch wesentlich mehr Raum gelassen. Es ist nur schade, dass wir das Spiel nicht vorzeitig entschieden haben. Die Chancen dazu hatten wir ja. Aber man hat auch gesehen, wie wichtig Andrius Balaika für uns ist. Nicht nur wegen seiner Dynamik, sondern auch deshalb, weil er auf dem Platz spricht. Er wird zwar manchmal auch ein bisschen laut, doch er führt die jungen Spieler. Das ist wichtig.
Marco Aurich, der in der Innenverteidigung den Platz von Tim Paulsen einnehmen soll, ist wegen einer Kopfverletzung früh ausgeschieden. Was ist passiert?
Huber: Marco Aurich hat sich eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen. Er wird also erst einmal fehlen.
Noch eine Personalie: Selcuk Gülec kam in der Winterpause von Borussia Dortmund und hat auch gegen Hüls getroffen. Ist Gülec ein Stürmer, wie ihn sich ein Trainer wünscht?
Der TuS Ennepetal spielt als Neuling in der Fußball-Westfalenliga eine ganz hervorragende Saison.
Der Aufsteiger steht aktuell auf dem sechsten Platz. Auch Ex-TSG-Trainer Jörg Silberbach trainierte die Ennepetaler zwischenzeitlich, aktuell ist aber Helge Martin der verantwortliche Mann auf der Bank. Zum Kader gehört auch Sinan Hajra, der im Winter von der TSG zum TuS wechselte.
Huber: Auf jeden Fall. Er ist sehr torgefährlich und hätte gegen Hüls ja auch fast das zweite Tor für uns gemacht. Dass sein Schuss dann noch von irgendeiner Hacke abgeblockt wurde, war natürlich Pech. Aber er ist auf jeden Fall eine Verstärkung. Auch deshalb, weil er in Lage ist, den Ball zu halten, damit die anderen Spieler nachrücken können.
Zum Pokalspiel gegen den TuS Ennepetal: Wie wichtig ist dieses Viertelfinale für Sie?
Huber: Schon wichtig. Im Pokal kann man ja auch etwas erreichen. Wir werden auf jeden Fall sehen, dass wir mit einer starken Mannschaft nach Ennepetal fahren.
Der TuS Ennepetal ist ja inzwischen in der Westfalenliga angekommen und könnte im Kreis kurzfristig zu einem großen Konkurrenten für die TSG werden.
Huber: So ist es. Das ist natürlich auch ein Aspekt. Auch deshalb wollen wir und behaupten und das Spiel gegen Ennepetal gewinnen.
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