TSG-Trainer Huber: Planung für die Westfalenliga
02.02.2010 | 16:43 Uhr 2010-02-02T16:43:00+0100Eigentlich steht für den Fußball-NRW-Ligisten TSG Sprockhövel am Wochenende das Auswärtsspiel in Speldorf an. Doch die Partie ist gefährdet. Mit TSG-Trainer Lothar Huber sprach Sportredakteur Heiner Wilms.
Gehen Sie davon aus, dass am Sonntag gespielt wird?
Huber: Eigentlich nicht. In Speldorf gibt es einen Naturrasen. Und ich kann mir angesichts der Wetterprognose nun wirklich nicht vorstellen, dass gespielt werden kann.
Zuletzt gab es für die NRW-Liga eine Komplett-Absage. War das richtig?
Huber: Ja. Sonst würden vielleicht zwei, drei Spiele stattfinden. Und wenn das öfter passiert, dann bekommt man ein verzerrtes Tabellenbild und einen völlig chaotischen Spielplan.
Zu den jüngsten Personalentscheidungen in Sprockhövel. Carsten Neuhaus und Ali Abou-Saleh sind noch gegangen. Was sagen sie dazu?
Huber: Carsten Neuhaus hat sich zweimal einen Kreuzbandriss zugezogen. Das Knie ist jetzt so vorgeschädigt, dass er auf diesem Niveau nicht mehr spielen und trainieren kann. Der Arzt hat ihm wohl gesagt, dass er, wenn er so weitermacht, in zehn, 15 Jahren vielleicht ein künstliches Kniegelenk bekommen wird. Und das wollte er natürlich auf keinen Fall.
Und Ali Abou-Saleh?
Huber: Das war ein Fehlgriff. Er hat nicht verstanden, dass Fußball ein Mannschaftssport ist. Er macht lieber alles allein. Aber das ist sehr schade, denn er ist wirklich ein richtig guter Fußballer. Er hat eine Menge drauf. Aber so wie er spielt, kann er besser im Varieté auftreten. Da bekommt er dann auch noch Applaus.
Und die beiden Zugänge?
Huber: Seni Sidibeh ist ganz sicher ein hervorragender Fußballer. Allerdings spielt er manchmal auch noch ein bisschen zu lässig. Das muss er sicher noch abstellen. Und Selçuk Gülec als Torjäger wird uns sicher vorne helfen.
Ist er denn ein Spieler der Kategorie Knipser?
Huber: Ich hoffe es. Es sieht auf jeden Fall so aus.
Vor dem Spiel gegen Schermbeck haben Sie gesagt, dass dieses Spiel auf jeden Fall gewonnen werden müsse, wenn es noch eine Chance im Kampf gegen den Abstieg geben solle. Das Spiel ist aber verloren worden. Für welche Liga soll denn jetzt geplant werden – für die NRW-Liga oder aber schon für die Westfalenliga?
Das Spiel gegen den VfB Speldorf am kommenden Wochenende ist also stark gefährdet, und so könnte das Heimspiel gegen die SG Wattenscheid 09 zur nächsten Meisterschaftsaufgabe für die TSG werden.
Das Spiel soll am Karnevalssamstag, 13. Februar, um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Baumhof angepfiffen werden.
Huber: Für die Westfalenliga. Wir sind ja nicht blauäugig. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir jetzt eine Serie von sechs, sieben Siegen starten. Wir müssen die Dinge realistisch sehen. Und realistisch ist, dass wir es nicht mehr schaffen werden.
Sie haben noch einen Vertrag bis Juni. Fußball-Abteilungsleiter Ulrich Meister hat aber angedeutet, dass er sich eine weitere Zusammenarbeit mit Ihnen vorstellen könne. Ist das im umgekehrten Fall auch so.
Ja. Ich würde gerne bleiben. Ich fühle mich hier wohl. Ich kann hier als Trainer gut arbeiten, und ich würde hier gerne eine Mannschaft für die neue Saison aufbauen. Denn auch die Westfalenliga ist reizvoll. Da gibt es viele Derbys.
Und wahrscheinlich auch wieder mehr Siege.
Ja, natürlich. Und es wäre schön, wenn wir uns bald zusammensetzen könnten. Denn es geht nicht nur um den Trainer, wir müssen ja auch mit den Spielern reden. Wer bleibt – und wer nicht. Wie gesagt: Das alles sollte man jetzt bald klären.
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