TSG: Nicht ohne Hoffnung
22.01.2010 | 16:25 Uhr 2010-01-22T16:25:00+0100Zwar als Tabellenletzter, aber nicht ohne jede Hoffnung ist Fußball-NRW-Ligist TSG Sprockhövel ins Jahr 2010 gegangen.
Denn aufgegeben haben sich die Sprockhöveler noch nicht, und am Sonntag kann aus zarten Hoffnungen vielleicht wieder eine echte Chance werden. Nämlich dann, wenn der SV Schermbeck im Baumhof geschlagen wird (Anstoß: 14.30 Uhr).
Im TSG-Kader hat es in der Winterpause einige Veränderungen gegeben. Benjamin Lowens, Karsten Gorges und Sinan Hajra sind nicht mehr dabei, auf der anderen Seite wurden aber mit Seni Sidibeh und Selçuk Gülec zwei neue Leute geholt, wobei der Wechsel von Gülec ganz kurzfristig über die Bühne ging. Mit Sidibeh gibt es so einen neuen Mann fürs Mittelfeld, mit Gülec einen weiteren Stürmer.
Mit Sinan Hajra, der zum TuS Ennepetal wechselte, verliert die TSG einen Spieler, der im Baumhof schon seine Spuren hinterlassen hat. Immerhin erzielte der 23-Jährige in 128 Spielen 43 Tore. Zuletzt gehörte Hajra aber nicht mehr zur ersten Elf. „Wir haben ja viele Stürmer”, sagt Lothar Huber. „Wir haben Ferhat Uelker, der am Anfang große Verletzungsprobleme hatte, jetzt aber stabil und darüber hinaus ein sehr guter Mann ist. Wir haben zudem für die Offensive Dawid Ginczek, Serdar Demirel, Emmanuel Peterson und jetzt auch Selçuk Gülec. Mit Sinan hätten wir dann sechs Stürmer gehabt, und das wäre doch wohl ein bisschen zuviel gewesen.”
Der SV Schermbeck gehört für die TSG Sprockhövel im Abstiegskampf zur unmittelbaren Konkurrenz.
Die TSG steht mit elf Punkten auf dem 19. und damit letzten Platz. Die Schermbecker kommen mit 15 Zählern auf Rang 15 und müssen am Sonntag ohne die verletzten Kevin Lachs, Sandro Poch und Sebastian Hahn auskommen. Zudem ist der Einsatz von Sascha Siebert fraglich.
Lothar Huber ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft fit und motiviert in das Spiel gegen Schermbeck geht. Der Ex-Profi spricht von einer „guten Vorbereitung”, die beiden Testspiele gegen Landesligisten (8:1 gegen den Cronenberger SC, 3:4 gegen SF Baumberg) interessieren ihn aber recht wenig. „Solche Spiele darf man nicht überbewerten. Nicht den Sieg gegen die Cronenberger, die nach der Halbzeit völlig eingebrochen sind – und nicht die Niederlage gegen Baumberg. Allerdings muss ich schon sagen, dass vier Gegentore gegen einen Landesligisten nicht passieren dürfen. Aber wie gesagt: Eigentlich sind die Ergebnisse völlig egal. Es bringt ja nichts, wenn man solche Spiele hoch gewinnt und dann in der Meisterschaft mit 0:1 gegen Schermbeck verliert.”
So soll es am Sonntag auf keinen Fall kommen. Lothar Huber geht davon aus, dass seine Mannschaft gewinnt und so neues Selbstvertrauen für das restliche Programm schöpfen kann. Und wenn es nicht klappt, wenn es doch die elfte Niederlage in Folge geben sollte? „Daran denke ich gar nicht”, sagt Huber.
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