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Fußball: NRW-Liga

TSG in Schermbeck: Huber rechnet sich etwas aus

11.08.2009 | 13:15 Uhr

Die NRW-Liga nimmt richtig Fahrt auf. Bereits am Mittwoch gibt's den zweiten Spieltag, an dem für Aufsteiger TSG Sprockhövel das Auswärtsspiel gegen den SV Schermbeck ansteht.

Lothar Huber beobachtete Schermbeck beim Spiel gegen den MSV Duisbrug II.

Beide Mannschaften wollen natürlich punkten, denn beide gingen beim Saisonauftakt leer aus – allerdings verloren beide unglücklich. Für die TSG setzte es im Baumhof durch ein Elfmeter-Tor in letzter Minute ein 0:1 gegen Fortuna Köln, während sich Schermbeck dem MSV Duisburg II mit 3:4 beugen musste. Einer, der dieses Spiel vor Ort miterlebt hat, ist TSG-Trainer Lothar Huber, der seine Eindrücke so schildert. „Das Ergebnis hat es ja noch einmal deutlich gemacht. Die Schermbecker haben ihre Stärken ganz eindeutig in der Offensive, sind in der Defensive aber anfällig. Da sollten sich für uns Chancen ergeben.”

Ali Abou-Saleh gehört hörte zum Kader.

Sprockhövels Trainer hält Schermbeck für eine schlagbare Mannschaft, die aber keinesfalls unterschätzt werden dürfe – was sich für einen Aufsteiger allerdings ohnehin verbieten sollte.

Ob er seine Startformation ändern wird, weiß Lothar Huber noch nicht so richtig. Eigentlich nimmt er ja nur dann Wechsel vor, wenn es unbedingt sein muss. Und das ist nach dem Spiel gegen Fortuna Köln eigentlich nicht der Fall, wenngleich das Auftaktspiel verloren ging. Fraglich ist nur, ob Ali Abou-Saleh gegen Schermbeck spielen wird. Sprockhövels neuer offensiver Mittelfeldmann fehlte gegen Köln bekanntlich wegen einer Muskelverletzung.

Info
Schermbeck zog vor Gericht

Der SV Schermbeck ist der Grund dafür, warum in der NRW-Liga in dieser Saison 19 Mannschaften vertreten sind.

Den Schermbeckern wurde vom  Fußball-Verband zunächst die Lizenz verweigert, weil die erforderlichen Unterlagen zu spät eingereicht worden waren. Um genau zu sein: 15 Minuten zu spät. Doch die Schermbecker gaben nicht auf, zogen vor ein Zivilgericht und bekamen ihr Startrecht. Damit hat der SV Schermbeck sicher auch ein Stück Fußball-Geschichte geschrieben.

Am Sonntag und Montag hat er allerdings schon wieder im Baumhof trainiert. „Er ist dabei”, sagt Lothar Huber, der aber nicht mehr verraten möchte. „Vielleicht spielt er von Beginn an, vielleicht kommt er rein, vielleicht bleibt er aber auch auf der Bank. Mal schauen, wie die Erfordernisse sind. Klar ist aber ganz sicher auch, dass Ali Abou-Saleh auf Sicht ein Mann für die Startelf ist.”

Das könnte vielleicht auch Tim Paulsen werden. Der 21-Jährige, der vom SSV Hagen zur TSG Sprockhövel wechselte, spielte gegen Köln an der Seite von Raoul Meister in der Innenverteidigung. „In der Vorbereitung hat er auf dieser Position ein paar Probleme gehabt, doch zuletzt hat er richtig stark gespielt”, sagt Huber. Und er passt auch gut mit Raoul zusammen. Tim darf sich aber nicht ausruhen. Er muss seine Leistungen jetzt weiter bestätigen.”

Heiner Wilms

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