TSG: Der Kontakt droht abzureißen
20.11.2009 | 16:48 Uhr 2009-11-20T16:48:00+0100Mit dem Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft des MSV Duisburg setzt Fußball-NRW-Ligist TSG Sprockhövel am Samstag (14.30 Uhr) das Meisterschaftsprogramm fort. Und natürlich hoffen die TSG-Verantwortlichen, dass in diesem Spiel die Negativ-Serie beendet werden kann.
Westfalia Herne, SSVg. Velbert, 1. FC Kleve und Rot-Weiß Essen II – das waren die Mannschaften, gegen die die TSG Sprockhövel zuletzt auf jeden Fall punkten wollte. Mannschaften aus dem erweiterten Mittelfeld waren das – Mannschaften halt, mir denen man auf Augenhöhe zu sein glaubte. Doch letztlich haben die Sprockhöveler all diese Spiele verloren, was eigentlich noch immer nicht so richtig zu erklären ist, weil die TSG in keinem dieser Spiele hoffnungslos unterlegen war. Gegen Herne und Velbert lagen die Sprockhöveler sogar mit 1:0 in Führung – am Ende stand es dann jeweils 1:3. Und gegen Rot-Weiß Essen II machten sie aus einem 0:2 ein 2:2, um dann aber doch noch mit 2:3 zu verlieren. Als Konsequenz dieser Spiele liegt die TSG jetzt auf dem vorletzten Tabellenplatz, mit inzwischen sieben Punkten Rückstand auf den VfB Speldorf, der aktuell auf dem viertletzten Tabellenplatz steht. Wenn es aber ganz schlecht laufen sollte und gleich drei Mannschaften aus der Regionalliga in die NRW-Liga absteigen würden, dann müssten aus dieser NRW-Liga sechs Mannschaften weichen. Allerdings hat die TSG auf den nach dieser Rechnung sicheren 13. Platz auch „nur” neun Punkte Rückstand, was aber auch nur ein sehr schwacher Trost ist.
Das Problem der Sprockhöveler ist halt, dass sie trotz zum Teil guter Leistungen zuletzt nicht mehr gepunktet haben. Und sollte dies ausgerechnet am Samstag in Duisburg gelingen, dann wäre das schon eine große Überraschung. Vor allem dann, wenn Duisburgs zweite Mannschaft aus dem Zweitliga-Kader verstärkt würde. „Von den letzten 14 Toren, die Duisburg II geschossen hat, gehen 13 auf das Konto von Spielern, die aus der ersten Mannschaft runtergekommen sind”, sagt Sprockhövels Trainer Lothar Huber, der aber ein bisschen Hoffnung hat, dass es diesmal nicht so kommen wird. „Duisburgs erste Mannschaft spielt am Sonntag in Fürth. Ich gehe also davon aus, dass die Mannschaft am Samstag schon auf dem Weg ist.”
Weil Huber aber ohnehin keinen Einfluss auf die Personalien des Gegners hat, beschäftigt er sich mit seinem eigenen Kader. Und in dem fehlt auf jeden Fall Emmanuel Peterson (Verletzung am Sprunggelenk). Fraglich ist zudem, ob Alexander Meister und Sven Preissing spielen können. Meister verletzte sich im Training am Fuß, Preissing im Spiel gegen Rot-Weiß-Essen II am Becken.
Fraglich ist auch noch, wer das Sprockhöveler Tor hüten wird. In der Meisterschaft spielte zuletzt Patrick Knieps, im Pokal durfte wieder Benjamin Lowens ran. Doch der Pokal hat ja bekanntlich eigene Gesetze. Und so tendiert Lothar Huber ein bisschen zu Patrick Knieps. „Patrick hat zwar zuletzt in Essen auch gewackelt, doch ich kann ja jetzt nicht ständig den Torwart wechseln.”
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