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Fußball-NRW-Liga

TSG: Aurich für Paulsen

12.03.2010 | 14:40 Uhr
TSG: Aurich für Paulsen

Fünf Meisterschaftsspiele und ein Pokalspiel muss Fußball-NRW-Ligist TSG Sprockhövel bereits nachholen. Und wenn nicht kurzfristig noch ein weiterer Spielausfall hinzukommt, dann steht für die TSG am Sonntag das Heimspiel gegen den VfB Hüls an.

Dieses Spiel wird die TSG dann mit einer neu formierten Viererkette angehen. Denn bekanntlich hat Tim Paulsen wegen seiner beruflichen Perspektiven in den USA den Verein verlassen. Für die TSG ist das schon ein Verlust. Denn der 21-Jährige, der vor der Saison vom SSV Hagen gekommen war, hat für die TSG immerhin 18 Spiele bestritten. Dabei war Paulsen gar nicht einmal als Stammspieler vorgesehen. „Er hatte keine gute Vorbereitung”, sagt Sprockhövels Trainer Lothar Huber. „Doch dann hat sich Tim immer mehr gesteigert, und zudem harmonierte er in der Innenverteidigung sehr gut mit Raoul Meister.”

Pferde sind das große Hobby von Tim Paulsen, der jetzt in die USA geht, um auf einer Ranch zu arbeiten.

Doch das ist jetzt Vergangenheit, und Lothar Huber hat auch Verständnis für die Entscheidung Paulsens, künftig in Texas auf einer Ranch arbeiten zu wollen. „Er hat mit mir darüber gesprochen”, sagt Huber. „Und ein solches Angebot muss man einfach annehmen. Tim war sich darüber klar, dass er im Fußball nicht die ganz großen Lorbeeren ernten würde. Und da entscheidet man sich natürlich für die berufliche Perspektive.”

Tim Paulsen ist also weg, womit in Sprockhövel jetzt die Rolle eines Innenverteidigers neu zu besetzen ist. Zwei Kandidaten gibt es: Marco Aurich und den in der Winterpause gekommenen Seni Sidibeh. „Ich kann mir beide auf dieser Position vorstellen”, sagt Lothar Huber. „Im Augenblick hat Marco aber die Nase ein bisschen vorn.”

Weitere große Veränderungen im Kader wird es am Sonntag wohl nicht geben. Andrius Balaika, der vor zwei Wochen im letztlich dann doch abgebrochenen Spiel gegen Hamm zu einem Sekunden-Einsatz gekommen war, steht jetzt wieder für längere Einsatzzeiten zur Verfügung. Und auch Lukas Winczura und Dawid Ginczek, deren Mitwirken am vergangenen Wochenende noch unklar war, haben inzwischen wieder voll trainiert.

Das Hinspiel in Hüls haben die Sprockhöveler übrigens mit 0:3 verloren und dabei richtig schlecht gespielt. So schlecht, dass Lothar Huber schon an eine vorzeitige Abreise dachte. „Wir sind aber mit dem Bus gekommen, ich hätte also laufen müssen. Und das wollte ich nicht”, sagte er damals reichlich angefressen. Huber ärgerte sich in der Hinrunde aber nicht nur über die Leistung seiner Mannschaft, sondern auch über das Verhalten einiger VfB-Spieler. „Die wollten uns lächerlich machen”, sagt Huber. „So etwas gehört sich nicht. Aber das ist jetzt auch egal, bei uns wird das auf jeden Fall für zusätzliche Motivation sorgen.”

Heiner Wilms

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