TSG auf einem Abstiegsplatz, aber Lothar Huber bleibt ruhig
19.10.2009 | 15:43 Uhr 2009-10-19T15:43:00+0200Nach der Niederlage in Windeck ist die TSG Sprockhövel in der NRW-Liga auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht. Mit Trainer Lothar Huber sprach Sportredakteur Heiner Wilms.
Die TSG Sprockhövel steht jetzt auf einem Abstiegsplatz. Muss man sich Sorgen machen?
Huber: Nein. Sorgen muss man sich dann machen, wenn man zehn Punkte zurückliegt. Aber das ist ja nicht der Fall. Wir sind dran.
Was ist in Windeck schiefgelaufen?
Huber: Wenig. Meine Mannschaft hat richtig gut gespielt. Wir haben zweimal einen Rückstand aufgeholt und hatten die Windecker schon da, wo wir sie haben wollten. Die waren sehr unzufrieden und haben sich auf dem Platz schon angemault. Nach dem Tor von Andrius Balaika habe ich gedacht, dass wir es packen.
Das 2:2 war ein ausgesprochen schönes Tor.
Huber: Ja. Und schön war auch, dass wir diese Variante bei einer Ecke im Training einstudiert haben.
Warum hat es dann aber letztlich nicht gereicht?
Huber: Wahrscheinlich deshalb, weil Windeck einen Spieler wie Sebastian Schoof hat. Den hat man zwar über die gesamten 90 Minuten nicht allzu oft gesehen, doch mit seinen beiden Toren hat er wohl das Spiel entschieden.
Aber es ist ja nicht so, dass Sie nicht vor diesem Stürmer mit Bundesliga-Erfahrung gewarnt hätten.
Huber: Ja klar. Aber in solchen Szenen zeigt sich halt die ganz besondere Kompetenz, die solche Spieler halt haben. Das ist individuelle Klasse. Beim ersten Tor hat er Marco Aurich verladen, beim zweiten hat er im Fallen mit dem Kopf getroffen. Das war schon gut. Aber ich mache Marco Aurich überhaupt keinen Vorwurf. Er hat richtig gut gespielt, und solche Szenen passieren halt, wenn man noch nicht die ganz große Erfahrung hat. Wichtig ist jetzt, dass er aus einer solchen Situation auch lernt. Aber noch einmal. Marco hat mit Tim Paulsen in der Innenverteidigung prima gespielt.
Marco Aurich ist kurzfristig für Raoul Meister in die Mannschaft gekommen. Warum?
Huber: Raoul war krank. Ich habe schon am Samstag gewusst, dass er nicht spielen kann. Er hatte Fieber und musste deshalb. Natürlich ist er in seiner momentanen Form ein ganz wichtiger Mann für uns, und vermutlich hätten wir auch nicht verloren, wenn Raoul dabei gewesen wäre.
Aber noch einmal zurück zum Anfang. Die TSG Sprockhövel steht jetzt auf einem Abstiegsplatz.
Huber: Ja. Aber wir sind in jedem Spiel dicht dran, und wir haben in jedem Spiel unsere Chancen. Jetzt kommen allerdings auch die Spiele gegen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind. Also zunächst einmal Westfalia Herne, Velbert und auch Kleve. Von diesen Mannschaften sind wir in der Tabelle nicht weit entfernt. Und gegen diese Mannschaften müssen wir natürlich punkten.
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