Sprockhöveler Geschenke beim 1:2 gegen Schermbeck
24.01.2010 | 18:31 Uhr 2010-01-24T18:31:00+0100
Das neue Jahr hat für die TSG Sprockhövel begonnen wie das alte endete – nämlich mit einer Niederlage. Auch im Spiel gegen den SV Schermbeck gelang die ersehnte Wende nicht, die TSG Sprockhövel verlor mit 1:2 (1:1).
TSG Sprockhövel - SV Schermbeck 1:2
Tore: 0:1 Seyit Ersoy (18.), 1:1 Selçuk Gülec (40), 1:2 Stefan Zepanski (71.).
TSG Sprockhövel: Knieps, Winczura, Paulsen (75. Ginczek), R. Meister Chatsiioannidis, Sidibeh (63. P. Preissing), A. Meister, Greitemann, S. Preissing, Uelker (7. Demirel), Gülec.
SV Schermbeck: Müller, Zepanski, Turhal, Konowski, Ersoy, Kiral (85. Köse), Ntungi Lupitu, Jansen, Djuliman, Makarchuk (78. Turgut), Woberschal (46. Siebert).
Schiedsrichter: Franke (Bonn).
Zuschauer: 200.
Mit Selçuk Glülec und Seni Sidibeh hatte TSG-Trainer Lothar Huber seine beiden neuen Spieler gleich von Beginn an gebracht. Zumindest das Debüt von Gülec kann man als gelungen bezeichnen, denn immerhin erzielte der von Borussia Dortmund gekommene Stürmer den zwischenzeitlichen Ausgleich und hatte danach weitere Möglichkeiten, die TSG sogar in Führung zu bringen. Gülec spielte auch durch, während für Sidibeh die Partie nach 63. Minuten beendet war. Nur sieben Minuten hielt dagegen Ferhat Uelker durch. Der Stürmer, der von Lothar Huber so hoch geschätzt wird, musste einmal mehr vorzeitig passen. Völlig frustriert verließ Uelker vorzeitig den Platz – die Hand auf den wieder verletzten linken Oberschenkel gepresst.
Nicht minder enttäuscht schlich nach 90 Minuten dann die gesamte Sprockhöveler Mannschaft vom Feld. Und viele Spieler werden wohl gedacht haben, was Lothar Huber offen aussprach. „Wenn wir gegen Schermbeck nicht gewinnen können, gegen wen den dann?”, rätselte der Trainer, der sich wieder einmal maßlos über die Gegentore geärgert hatte. So fehlte es beim 0:1 an der richtigen Abstimmung zwischen den beiden Innenverteidigern Tim Paulsen und Raoul Meister. Schermbecks Seyit Ersoy, der übrigens ein guter Freund von Nationalspieler Mesut Özil ist, nutzte diesen Patzer zur Führung. Und mindestens genau so ärgerlich war das 1:2 in der 71. Minute. Nach einem Freistoß von Sascha Siebert segelte der Ball lange durch die Luft, ehe Schermbecks langer Abwehrspieler Stefan Zepanski einköpfte. „Ich verstehe das überhaupt nicht”, wetterte Lothar Huber. „Bei uns gab es eine klare Absprache, eine klare Zuteilung für den Fall, dass der Zepanski bei Standardsituation mit nach vorne kommt. Und dann lassen wir ihn fast völlig unbedrängt zum Kopfball kommen. Es ist immer das gleiche Lied, wir verteilen immer wieder Geschenke.”
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