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Bongartz über Steilmann
19.11.2009 | 00:38 Uhr 2009-11-19T00:38:00+0100Mit Klaus Steilmann und Wattenscheid 09 beschäftigt sich Uli Potofski in der Sendung "Halbzeit".
Außer einem Telefonat mit Ex-SGW-Trainer Hannes Bongartz gibt es Bilder vom Spiel Wattenscheid gegen Herne.
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Kommentare
23:45
Und der, der da frei ist von Schuld, der werfet den ersten Stein!
Würden wir nicht alle ausrasten wenn unser Nationaltorwart einen vermeintlich einfachen Ball nicht hält?
Welchen Druck muß ein solcher Mensch aushalten?
Welchen Druck müssen wir alle aushalten?
Durch die Hände eines Drehers geht ein Teil, welches die Sicherheitsabschaltung eines Atomkraftwerkes schaltet, der Lehrer der den anstrengenden Schüler zurechtweisen muß, auch auf die Gefahr hin, das der das zum Anlass nimmt Amok zu laufen.
Wie und wo ist genug?
Was kann der einzelne leisten und sollten wir in der Zeit in der die Verantwortung immer größer wird, nicht mehr zusammenstehen?
Mit- nicht gegeneinander?
Und trotzdem die Individualität des einzelnen zu schätzen lernen.
Mit Verständnis würde es wohl anfangen....
20:21
Sehr geehrte Damen und Herren
ich bedauere sehr, dass in ihrer Berichterstattung der Begriff „Selbstmord“ verwendet wird!
Mord ist der schwerste Straftatbestand in unserem Strafgesetzbuch und bezeichnet die Tötung eines anderen Menschen aus niedrigen Beweggründen wie z.B. Habgier, Neid, Eifersucht oder Mordlust. Diese Bezeichnung hat nicht im Entferntesten etwas zu tun mit der Situation eines verzweifelten Menschen, der sich das Leben nimmt.
Der Begriff ist falsch, auch wenn er umgangssprachlich noch verwendet wird.
Die Hinterbliebenen quälen meist ein Leben lang die Fragen „Warum habe ich es nicht bemerkt?“ (obwohl das auch Fachleuten oft nicht möglich ist), „Warum hat er uns das angetan?“ oder „Waren die Kinder und ich ihm ein Weiterleben nicht wert?“.
Zusätzlich verletzend ist dann diese abwertende Bemerkung.
Trauernde nach dem Suizid eines nahe stehenden Menschen sind keine Hinterbliebene von „Mördern“! Die Würde des Menschen ist unantastbar, auch nach dem Tod.
In Deutschland sterben jährlich ca. 9.500 Menschen durch Selbsttötung, zum Vergleich: die Zahl der Verkehrstoten liegt bei 5.200. Jährlich sind etwa 60.000 bis 100.000 Angehörige neu von dieser Todesart betroffen.
Wir brauchen alle mehr Bewusstheit für jede einzelne menschliche Tragödie die hinter einem Suizid liegt und für den langen Weg des Begreifens und der Verarbeitung den die Hinterbliebenen Angehörigen und Freunde jetzt vor sich haben.
Mit der Verwendung der wertneutralen und beschreibenden Begriffe „Selbsttötung“ oder „Suizid“ kann vielen tief verzweifelten Suizidtrauernden eine unnötige zusätzliche Verletzung erspart werden.
Mit freundlichen Grüßen
Renate Reichmann-Schmidt
Leiterin der
TABU SUIZID AGUS Düsseldorf