Nichts spricht gegen Kontinental-EM 2020 in Dortmund

Als möglicher EM-Spielort noch im Rennen: Das Stadion in Dortmund.
Als möglicher EM-Spielort noch im Rennen: Das Stadion in Dortmund.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Es gibt keine Argumente gegen eine Bewerbung mit dem Revier als Standort für die Spiele der EM 2020. Soll die Stimmung in Stuttgart oder gar München besser sein als in Dortmund? Und am Rande: Nichts wäre anders, würden wir über Gelsenkirchen sprechen. Ein Kommentar.

Essen.. Nun sind’s noch vier: München, Berlin, Stuttgart und Dortmund liegen im Rennen um deutsche Spiele bei der Kontinental-EM 2020. Alle anderen sind raus, nun liegt es am DFB, mit welchem Standort er sich bei der Uefa bewerben will. Und schon droht einer sportlichen Frage eine politische Antwort.

Was Stuttgart, Stand heute, für sich ins Feld führen will, ist noch die spannendste Frage, weil einem derzeit wenig dazu einfallen will. Berlin wird die politische Karte der Bundeshauptstadt spielen, München die des sportlichen Platzhirschen, die des komfortabelsten Stadions. Fußball

Bleibt Dortmund. Das Schöne ist: Niemand hier hat es nötig, reflexhaft wie früher um ein Almosen zu bitten. Dass das Herz des Fußballs im Westen schlägt, klingt zwar schwer nach abgedroschener Phrase. Aber dem Praxistest hält diese Behauptung Woche für Woche stand: Soll die Stimmung in Stuttgart oder gar München besser sein als in Dortmund? Und am Rande: Nichts wäre anders, würden wir über Gelsenkirchen sprechen. Das Revier braucht im Fußball keinen Vergleich mehr zu scheuen, nicht in Sachen Begeisterung, nicht bei einem Blick auf die Entwicklung seiner beiden führenden Vereine. Wer die Politik beiseite lässt, wird schwerlich eine überzeugendere Alternative finden.