MSV Duisburg
Zebras zeigen Charakter und siegen locker in Ahlen
24.04.2009 | 21:17 Uhr 2009-04-24T21:17:00+0200Ahlen. Obwohl der Aufstiegszug für den MSV Duisburg spätestens seit der 2:3-Niederlage gegen die TuS Koblenz abgefahren ist, zeigte das Team von Trainer Peter Neururer beim 2:0-Auswärtssieg über Rot-Weiss Ahlen Charakter.
Ohne die Leihgaben Cedrick Makiadi, Änis Ben-Hatira, Marcel Heller und den verletzten Kapitän Ivo Grlic brauchte der MSV zunächst ein paar Minuten, um sich zu sortieren. Ahlen hatte mehr von der Partie, spielte sich aber keine nennenswerten Torchancen heraus.
Ganz anders der MSV. Nicky Adler, der zum ersten Mal seit dem siebten Spieltag in der Startelf stand, nutzte seine Chance eiskalt. Mit großem Tempo drang der Ex-Nürnberger in der 15. Minute in den Strafraum ein und wurde vom Ahlener Michael Wiemann umgestoßen. Den fälligen Strafstoß versenkte Mihai Tararache eiskalt ins rechte untere Eck. Keine Abwehrmöglichkeit für den Ex-Duisburger Keeper Dirk Langerbein im Gehäuse der Ahlener.
In den nächsten fünf Minuten hatte der MSV seine stärkste Phase in einem ansonsten lauen Frühlingskick. Erst verfehlt der ansonsten schwache Dorge Kouemaha mit einem sehenswerten Fallrückzieher das 0:2 nur knapp, ehe Nicky Adler seinen zweiten großen Auftritt hatte. Nach Anspiel von Sandro Wagner zog Adler aus 20 Metern einfach mal ab. Der Schuss wurde vom Ahlener Pelzer abgefälscht und schlug unhaltbar unter die Latte zur 2:0-Führung ein.
Für Torhüter Tom Starke war dann bereits nach einer halben Stunde Schluss. Schon zu Beginn der Begegnung prallte der Zebra-Keeper mit dem Ahlener Ole Kittner zusammen. Nach einem weiteren harten Sturz auf den Rasen des Wersestadions musste Starke mit einer Beckenprellung vom Feld. Marcel Herzog, zuletzt am 13. Spieltag gegen Greuther Fürth im Einsatz, rückte zwischen die Pfosten.
Mit dem 2:0 ging es dann auch in die Pause, vor allem weil Christian Tiffert, aber auch die Ahlener Wiemann und Großkreutz beste Gelegenheiten kläglich vergaben.
Ohne Björn Schlicke, der unglücklich im Gesicht getroffen wurde und mit blutender Nase ins Krankenhaus musste, ging es in die zweite Halbzeit. Für Schlicke rückte Gordon Schildenfeld in die Innenverteidigung.
Der MSV hatte die Partie in der zweiten Hälfte weiterhin im Griff, wurde von harmlosen und verunsicherten Ahlenern aber auch nur selten gefordert. Etwa 1 000 Duisburger Fans unter den insgesamt 4 532 Zuschauern hatten dann nur noch zweimal Grund zum Ärgern, denn sowohl Dorge Kouemaha als auch Mihai Tararache holten sich gegen harmlose Westfalen ihre fünfte Gelbe Karte ab und fehlen im nächsten Heimspiel gegen Greuther Fürth.
Peter Neururer war nach der Partie nur mit dem Ergebnis zufrieden: „Wenn ich alle Fehler auflisten müsste, die wir heute gemacht haben, dann würde ich jetzt noch lange erzählen. Vor allem die zweite Halbzeit hatte über weite Strecken mit unseren Ansprüchen wenig zu tun. Ahlen war klar dominant.”
Nicky Adler, der Mann des Tages, hat die Hoffnung auf den Aufstieg noch nicht ganz aufgegeben: „Wir haben auf das dritte Tor gespielt, aber Ahlen hat konsequent dagegengehalten. Das Spiel war sicherlich kein Leckerbissen, aber wir sind jetzt wieder näher dran, vielleicht geschieht ja noch ein Wunder.”
Positives gab es nach der Begegnung von Björn Schlicke zu berichten. Im Werstadion bereits von Mannschaftsarzt Lothar Roslawski im Gesicht genäht, konnte er das Krankenhaus sofort wieder verlassen und mit dem MSV-Tross die Heimreise antreten.
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