Zebras wollen gegen FSV Frankfurt eiskalt erfolgreich sein
02.02.2012 | 20:32 Uhr 2012-02-02T20:32:00+0100
Duisburg. Vor dem Auftaktspiel nach der Winterpause hat MSV Duisburgs Trainer Oliver Reck noch nicht seine Abwehrreihe komplett. Festgelegt hat sich er ehemalige Nationaltorhüter auf der Position zwischen Pfosten. Fromlowitz bleibt weiterhin Ersatzmann hinter Felix Wiedwald.
Ob beim MSV Duisburg alles heiß auf Fußball ist und auf den Start in die Restrunde der 2. Bundesliga brennt? Angesichts der aktuellen klimatischen Bedingungen scheinen diese gern gebrauchten Floskeln eher unpassend. Gegen einen eiskalt herausgespielten Sieg zum Jahresdebüt vor eigenem Publikum hätte Trainer Oliver Reck hingegen wohl nur wenig einzuwenden. Sollte das heute gegen den FSV Frankfurt (18 Uhr/Live-Ticker auf DerWesten) nicht gelingen, könnte die Stimmung bei den Zebras womöglich gleich wieder etwas frostiger werden.
Torwart Florian Fromlowitz nur auf der Bank
Das Rezept, das sein Spieler Kevin Wolze parat hat, um den Kältegraden zu trotzen, dürfte Oliver Reck auch aus anderen Gründen gefallen: „Einfach mehr laufen“ will der Ex-Wolfsburger, der als Ersatz für den gelb-rot-gesperrten Dzemal Berberovic erster Anwärter auf den Platz auf der linken Defensivseite sein dürfte. So richtig will Reck da allerdings noch nicht die Katze aus dem Sack lassen: „Das Gute ist, dass wir auf jeder Position reagieren können. Kevin hat dort schon öfter gespielt und das ganz gut gemacht.“
Eine andere Personalie ist dagegen schon geklärt: Auch im neuen Jahr bleibt Felix Wiedwald die Nummer eins zwischen den MSV-Pfosten. „Sehr professionell“ habe der auf die Bank verbannte Florian Fromlowitz auf die Mitteilung reagiert, dass auch der in den vergangenen Wochen im Training gezeigte Einsatz nicht genügte, um den Youngster wieder zu verdrängen. „Ich habe gespürt, dass er wollte, dass er kämpft“, so der Coach, „aber letztlich war es eine Entscheidung für Felix Wiedwald. Der Leistung, die er bis zur Winterpause gezeigt hat, muss ich Rechnung tragen.“
Baljak wohl dabei
Nicht im Kader stehen wird Markus Bollmann. Seine Knochenhautentzündung lässt keinen Einsatz zu. Auch Vasileios Pliatsikas (Virusinfektion) und Flamur Kastrati (Knochenödem) müssen passen. Dafür wird Srdjan Baljak wohl erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder auf der Bank sitzen. Und Tomasz Zahorski? „Ich weiß noch nicht, ob er dabei ist“, sagt Oliver Reck über den aus Zabrze geholten Stürmer, von dem er sich erst einmal im Training einen näheren Eindruck verschaffen wollte.
Auf der Gegenseite gibt es derweil eine Reihe neuer Gesichter – und ein gut bekanntes auf der Trainerbank: Benno Möhlmann, einst Teamkollege von Oliver Reck in Bremen, hat in der Winterpause den Posten von Hans-Jürgen Boysen übernommen und kann auch gleich auf einige Verstärkungen zurückgreifen. Viel hält Reck beispielsweise von Chadli Amri: „Schnell, beweglich, ein sehr interessanter Spieler“, warnt er vor dem aus Kaiserslautern ausgeliehenen Marokkaner. Auch Stürmer Ilian Micanski (ebenfalls aus Kaiserslautern), Außenverteidiger Dennis Cagara (Lyngby BK) und Mittelfeldmann Michael Görlitz (Halmstads BK) sind auf Anhieb Kandidaten für die Startelf.
Trotz aller vermeintlichen Verstärkungen: Gegen die auf dem Relegationsplatz rangierenden Hessen zählen für Reck und sein Team nur drei Punkte. Dass dies klappen wird, steht für ihn nach dem Trainingslager in der Türkei außer Frage: „Ich habe dort eine Mannschaft gesehen, die sehr willig war und eine große Begeisterungsfähigkeit gezeigt hat.“ Woran auch die momentane Kälte nichts ändern sollte.

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