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MSV-Legende Dietz hofft - „Wir kämpfen und geben nicht auf“

07.06.2013 | 20:00 Uhr

Drensteinfurt.   Bernhard Dietz glaubte den Verein zuletzt noch auf einem guten Weg und war völlig überrascht und schockiert über den Lizenzentzug der DFL. Die Legende des MSV Duisburg spricht im Interview über Plan A und Plan B im Verein, gibt sich aber vor allem weiterhin kämpferisch.

Bernard Dietz (65) kümmert sich an diesem Mittag um den Rasen vor seiner Terrasse. „Die vergangenen Tage haben mich sehr beansprucht“, sagt der frühere Fußball-Nationalspieler des MSV Duisburg. Im Theater um die nicht erteilte Lizenz für die Zweite Liga ist bei ihm zu Hause in Drensteinfurt alles liegen geblieben. An der Wand neben der Terrasse hängt ein Lautsprecher, damit Dietz hört, wenn das Telefon im Haus klingelt. „Ich habe dem MSV-Präsidenten versprochen, jederzeit vorbei zu kommen. Anruf genügt.“

Sie haben beim MSV Duisburg schon fast alles gemacht und kennen sich aus. Waren Sie wirklich überrascht, als die DFL dem Klub die Lizenz verweigert hat?

Bernard Dietz: Absolut. Als es mir jemand sagte, dachte ich: Der will mich veräppeln. Danach war nur noch völlig Leere. Wir waren doch auf einem guten Weg.

Zebra-Fans demonstrieren

Auf einem guten Weg?

Dietz: Davon war ich überzeugt. Vor Weihnachten mussten wir doch schon einmal Auflagen für die Lizenz erfüllen. Ich dachte, in den sechs Monaten von damals bis heute hätte sich das alles auf sichere Beine stellen lassen.

Hatten Sie denn keinen Einblick?

Dietz: Ich bin Fußballer und kein Mann der Bilanzen. Im vergangenen Jahr bin ich beim MSV aus dem Aufsichtsrat zurückgetreten. Ich hatte in der Zeitung die Namen der Männer gelesen, die beim FC Bayern München im Aufsichtsrat sitzen. Der VW-Chef, der Audi-Chef, nur Bosse aus der Wirtschaft. Da war mir klar, dass ich in einem Aufsichtsrat am falschen Platz bin. Ich bin derjenige, der sich um sportliche Dinge kümmern kann.

Das machen Sie auch nach dem Rücktritt aus dem Aufsichtsrat?

Dietz: Erst wollte ich nicht. Aber dann hat mich der neue MSV-Präsident Udo Kirmse überzeugt. Der Mann arbeitet Tag und Nacht für den MSV, sein Konzept ist sehr gut.

Wie sieht das Konzept aus?

Dietz: Der neue Vorstand denkt langfristig. Mit Spielern aus der Jugend und der Umgebung soll wieder eine MSV-Mannschaft mit echtem Kampfgeist wachsen. Das habe ich gehört und gesagt: Ich bin dabei.

Ist das Konzept jetzt Makulatur?

Dietz: Warten wir es ab. Wir haben uns beim MSV versprochen, uns in dieser schweren Zeit nicht gegenseitig zu zerfleischen. Das bringt überhaupt nichts. Wir kämpfen erst auf jedem möglichen Weg um die Lizenz für die Zweite Liga. Aufarbeiten können wir alles, wenn die ganze Sache ausgestanden ist.

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Kommentare
10.06.2013
11:52
MSV-Legende Dietz hofft - „Wir kämpfen und geben nicht auf“
von JotZee | #5

Letzte Woche deutete vieles darauf hin, dass wir die Lizenz zu 80% erhalten. In den letzten drei Tagen sind einige Dinge passiert, die die Chance auf...
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http://www.derwesten.de/sport/fussball/msv/wir-kaempfen-und-geben-nicht-auf-id8041672.html
2013-06-07 20:00
MSV Duisburg, MSV, Bernard Dietz, Lizenz, 2. Bundesliga
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