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Wiedwald kann sich beim MSV nicht ausruhen

13.07.2012 | 07:00 Uhr
Wiedwald kann sich beim MSV nicht ausruhen
MSV-Torwart Felix Wiedwald.Foto: imago

Bad Wörishofen.   Felix Wiedwald war beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg der Aufsteiger der vergangenen Saison. Er hat die T-Frage zwar für sich entschieden, aber die Ersatzkeeper Roland Müller und Marcel Lenz warten naturgemäß auf ihre Chance.

Felix Wiedwald ist kein Freund großer Worte. Seine Sätze dauern selten länger als fünf Sekunden. Emotionen zeigt er ausschließlich auf dem Trainingsplatz oder dem Spielfeld. Nach außen bedient der Torwart des MSV Duisburg, der es binnen sieben Monaten zum besten Schlussmann der 2. Fußball-Bundesliga und gleichzeitig zum „Spieler der Saison“ an der Wedau geschafft hat, das Image des kühlen Blonden aus dem Norden. „Ich habe mich natürlich über die Anerkennung gefreut“, sagt der aus Bremen geholte Wiedwald, „aber ich gucke nicht so sehr auf meine eigene Leistung, sondern mehr auf die Mannschaft.“

Seine konstante und vor allem fehlerlose Leistungskurve war der Grund dafür, dass der ehrgeizige Florian Fromlowitz die Flucht ergriff. „Selbst, wenn man intensiv sucht, findet man keinen Patzer bei Felix“, erklärt Torwartrainer Sven Beuckert, der erst skeptisch war: „Als Felix nach Flos Fehlern im letzten Herbst erstmals ins Tor rückte, dachte ich: Hoffentlich packt er das.“ Wiedwald packte es. Mit erst 22 Jahren.

Müller und Lenz in Lauerstellung

„Florian Fromlowitz sah hier seine Felle schwimmen. Es gab Momente, in denen er resigniert hat. In der zweiten Liga nur die Bank zu drücken, das war nicht sein Anspruch“, analysiert Beuckert. Der 26-Jährige wechselte zu Dynamo Dresden. Das Innenverhältnis zwischen beiden Keepern war von Akzeptanz und Respekt geprägt. Mehr nicht. Fromlowitz, der extrovertierte Typ, passte für Unternehmungen außerhalb der Trainingsanlage nicht zu Wiedwald.

Fußball
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Jetzt ist aus dem Torwart-Quartett ein Trio geworden. Felix Wiedwald stand schon vor dem Vorbereitungsstart als Nummer eins fest. Roland Müller (24) und Andre Lenz (21) lauern dahinter. „Wir sind gut aufgestellt“, findet Beuckert, „Felix hat seinen Zenit noch nicht erreicht. Er ist selbstbewusst, aber nicht überheblich. Wiedwald spielt mit kühlem Kopf und ist unheimlich lernwillig.“ Müller und Lenz dürften kräftige Motivationsschübe bekommen. Der Weg nach oben ist nicht mehr ganz so weit.

Beuckert: „Roland zeigt gute Leistungen und signalisiert Felix: Junge, ich bin da! Sportlich ist Konkurrenzkampf da. Wenn der Fall eintreten sollte, dass Müller bei uns ins Profitor rückt, würde ich nicht unruhig werden.“

„Mein Ziel ist es, mich im Kader zu festigen“, sagt der Ex-Kölner, der im Vorjahr als „dritter Mann“ fünf Länderspiele für die Philippinen absolvierte. Müller: „Zeitlich passte das. Jetzt steht die Landesauswahl nur noch an zweiter Stelle.“ Und Marcel Lenz? „Er hat sich sehr gut weiterentwickelt“, stellt Beuckert ein positives Zeugnis aus. Der frühere Schalker soll in der Regionalligatruppe Praxis sammeln. „Das ist eine Herausforderung. Ich möchte da gute Leistungen zeigen. Und wenn oben etwas passiert, bin ich natürlich da“, sagt Lenz.

Thomas Tartemann


Kommentare
13.07.2012
15:43
Wiedwald kann sich beim MSV nicht ausruhen
von Pokalschreck65 | #1

Wären wir auf allen Positionen so stark besetzt, wie auf der des Torwarts, hätte der MSV die nächsten Jahre keine Sorgen! Felix ist ein echter Glücksgriff!!!

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