Duisburg

Warum das MSV-Spiel gegen den 1. FC Magdeburg später angepfiffen wurde

Foto: imago
  • Das Ergebnis klingt schiedlich friedlich
  • Doch beim Spitzenspiel zwischen MSV und Magdeburg waren einige Krawallmacher dabei
  • Die Magdeburger lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei

Duisburg. Die Brisanz der Begegnung MSV Duisburg gegen den 1. FC Magdeburg (Endergebnis: 0:0) spürte man schon weit vor dem Anpfiff und abseits der Tabellenkonstellation.

Die Polizei zeigte mit einem Großaufgebot deutliche Präsenz – auch Pferdestaffeln kamen zum Einsatz. Trotzdem kam es rund eine halbe Stunde vor dem geplanten Anpfiff um 18.30 Uhr - das Spiel wurde letztlich um 18.45 Uhr angepfiffen - zu Auseinandersetzungen mit den Fans aus Magdeburg: zwei Wasserwerfer und viele Einsatzkräfte sorgten schließlich für die Deeskalation, einzelne Fans wurden jedoch verhaftet.

Der Anpfiff der Partie wurde zusätzlich um 15 Minuten nach hinten verschoben, was mit lauten Pfiffen innerhalb der Duisburger Arena quittiert wurde. Doch was war passiert?

Polizei wollte keine Maleranzüge zulassen

Aus der Fanszene Magdeburg konnte man vernehmen, dass die rund 2.500 Anhänger aus Sachsen-Anhalt eine Choreo geplant hatten: So gut wie alle Fans sollten einheitlich in weißen Maleranzügen im Block stehen.

Die Polizei verweigerte in dieser Montur jedoch den Zutritt und forderte die Magdeburg-Fans auf die Anzüge abzulegen. Daraufhin kam es zu zahlreichen Wortgefechten und Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Zuschauern. Mit der Präsenz von Wasserwerfern und mehreren eindringlichen Durchsagen brachten die Einsatzkräfte die Fans schließlich dazu, ohne die weißen Anzüge ins Stadion zu gehen.

Für manche Fans aber sollte der Fußballabend enden, noch bevor er überhaupt angefangen hatte: Vereinzelt wurden Unruhestifter verhaftet und abgeführt. Ruhe sollte im Anschluss aber noch lange nicht einkehren.

Nebeldecke im Stadion

Kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit des Spitzenspiels zeigten die Gästefans zwei Gesichter. Zunächst hissten die Anhänger des Tabellenzweiten aus Magdeburg zahlreiche Flaggen mit dem Wappen ihrer Mannschaft und feuerten sie lautstark an.

Dann aber folgte eine lange Pyro-Show. Viele Zündkerzen kamen dabei zum Einsatz und sorgten für eine große Nebeldecke im Stadion – das Spiel musste aber nicht unterbrochen werden.

Geldstrafen für den FCM vorprogrammiert

Auf den 1. FC Magdeburg werden jetzt empfindliche Geldstrafen seitens des DFB zukommen. Bezüglich den Geschehnissen vor dem Stadion wird die Polizei noch weiter ermitteln. Im Stadion sorgten die Anhänger aus Sachsen-Anhalt für Stimmung, feuerten ihre Mannschaft an.

Aktionen wie diese vor der Partie oder kurz nach der Pause aber machten den positiven Gesamteindruck zunichte.

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