Duisburg

Vor S04-Spiel - MSV lässt treuen Fans zu Recht den Vortritt

Nicht alle MSV-Fans sind glücklich über den Ververkaufsmodus für das Pokalspiel gegen Schalke.
Nicht alle MSV-Fans sind glücklich über den Ververkaufsmodus für das Pokalspiel gegen Schalke.
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Kartenvorverkauf für das Duisburger Pokalspiel gegen Schalke 04 geht an einigen Fans vorbei. Die Trennlinie des Vereins ist aber vertretbar. Ein Kommentar.

Duisburg. Die Aufregung um den Kartenvorverkauf für das DFB-Pokalspiel gegen den FC Schalke 04 ist im Kreis jener Fans, die weder Mitglied noch Dauerkarteninhaber sind und somit keinen Zugang zu den begehrten Eintrittskarten haben, groß. Dass der MSV Duisburg sich für dieses Vorverkaufssystem entschieden hat, mag für einige Anhänger als ungerecht erscheinen, es ist aber vertretbar.

Rückblende: Als der MSV Duisburg vor zehn Jahren nach langer Durststrecke in die Bundesliga zurückgekehrt war, hätte der Auftaktgegner kaum attraktiver sein können. Der VfB Stuttgart kam als Titelkandidat mit der Trainerlegende Giovanni Trapattoni an die Wedau. Das alles reichte damals nicht für eine ausverkaufte MSV-Arena. 28 800 Zuschauer kamen ins Stadion, gut 2000 Plätze blieben leer.

Die Fans bekennen sich wieder zum MSV

2. Liga Das Duisburger Publikum hat in den letzten Jahren aber längst das Image abgelegt, dem MSV mit einer Emotionsbremse zu begegnen. In der 3. Liga waren einzelne Spiele besser besucht als zu alten Erstliga-Zeiten. Der Mitgliederzuwachs und die steigenden Zuschauerzahlen in der 3. Liga machen deutlich, dass die Fans sich zum MSV Duisburg bekennen und dies nicht nur mit einer Fahne im Fenster oder einem Aufkleber auf dem Auto. Dass dieser Fankreis nun an erster Stelle steht, Karten für ein hochkarätiges Pokalspiel zu erhalten, ist legitim.

Die Fans sind sogar bereit, mehrere Stunden für ein Ticket anzustehen. Dies ist allerdings eine – zu – hohe Bürde, die der MSV seinen Anhängern auferlegt. In Zeiten, in denen für nahezu jedes Ereignis, sei es nun Roberto Blanco im Schwarzwald oder die Foo Fighters in London, Eintrittskarten im Internet erhältlich sind, muss ein Zweitligist in der Lage sein, ein Internetmodul nutzbar zu machen, damit Mitglieder und Dauerkarteninhaber ihr Ticket per Mausklick kaufen können.