Steffen Bohl bleibt beim MSV Duisburg das Pech treu

Ein Bild mit Symbolcharakter: Steffen Bohl am Boden. Zumindest verletzte er sich im Testspiel vor der Saison gegen Bayern München nicht schwer.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Steffen Bohl am Boden. Zumindest verletzte er sich im Testspiel vor der Saison gegen Bayern München nicht schwer.
Foto: imago/Schwörer Pressefoto NRZ
Was wir bereits wissen
Steffen Bohl, Kapitän des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, musste in Halle schon zum fünften Mal in dieser Saison verletzt vom Platz.

Duisburg.. Der Preis war hoch. Steffen Bohl holte am Samstag beim 2:1-Sieg des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg beim Halleschen FC den Elfmeter, der zum frühen 1:0 führte, heraus. Allerdings zog er sich beim Foul von Halles Torhüter Niklas Lomb eine Schulterverletzung zu, die einen Einsatz am Samstag im Spiel gegen den Chemnitzer FC unwahrscheinlich macht. Trainer Gino Lettieri sagte am Mittwoch: „Ich plane Steffen für das Wochenende nicht ein. So macht es keinen Sinn.“

Am Dienstag brach der Kapitän das Training vorzeitig ab. „Auch mit Medikamenten waren die Schmerzen einfach zu stark“, so Bohl, der in Halle schon zum fünften Mal in dieser Saison verletzungsbedingt vorzeitig vom Platz musste.

Erste Verletzung in Mainz

Die Chronologie der Leiden: Beim 4:3-Sieg am dritten Spieltag am 6. August war für Bohl die Partie schon nach 26 Minuten aufgrund einer Kopfverletzung beendet. Für den Kapitän kam damals Erik Wille ins Spiel und bestritt die zweite seiner drei Partien für den MSV, ehe dessen Verletzungsmisere begann.

Nur 13 Minuten war Bohl am achten Spieltag am 6. September beim 3:0-Sieg über den VfL Osnabrück am Ball, ehe er mit einer Bänderdehnung im Knie das Handtuch werfen musste.

Am 17. Spieltag am 8. November beim 2:0-Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt humpelte der Kapitän nach 31 Minuten vom Platz. „Matze“ Kühne ersetzte den Allrounder. Die Adduktoren „hatten zugemacht“. Es folgte die Länderspielpause, die sich für Bohl aber als zu kurz erwies. Auch bei der nächsten Partie bei Holstein Kiel am 18. Spieltag am 22. November reichte es bei der 0:1-Niederlage nur für eine kurze Schicht. Die Adduktorenverletzung brach nach 21 Minuten wieder auf und erwies sich später als Muskelfaserriss. Mitgliederversammlung

Bohl kurierte die Verletzung in der Winterpause aus – das Pech blieb ihm trotzdem treu. Zwar biss er nach dem Sturz auf die Schulter in der vierten Minute auf die Zähne, nach 38 Minuten ging Bohl in Halle dann doch vom Platz.

Albutat angeschlagen

Steffen Bohl ist nicht der einzige Spieler, der Trainer Gino Lettieri Sorgen bereitet. Tim Albutat steht auf der Kippe. Der Mittelfeldspieler hat Oberschenkelprobleme. In Halle rutschte er vom Feld Richtung Trainerbank, spielte aber mit stechenden Schmerzen durch. Kevin Scheidhauer ist für Samstag auch noch kein Thema. Am Donnerstag erhält der an einem Virus erkrankte Stürmer neue Blutwerte. Dann wird absehbar sein, wie lange der Ex-Wolfsburger noch aussetzen muss. Hinzu kommt die Sperre gegen Kevin Wolze, sodass Lettieri einmal mehr weit von seiner Wunschformation entfernt ist.

„Das ist schon verrückt. Da überstehen wir die Wintervorbereitungszeit fast ohne Verletzung, und schon nach dem ersten Spiel erwischt es uns wieder richtig“, so Gino Lettieri, der hinzufügt. „Ich ärgere mich schon nicht mehr. Die ständigen Ausfälle sind wir ja mittlerweile gewohnt.“