Start in die Restrunde endet für MSV mit Ernüchterung
05.02.2012 | 22:35 Uhr 2012-02-05T22:35:00+0100
Duisburg.Anstatt Kurs Richtung gesichertes Mittelfeld aufzunehmen, ist der Abstand zur Gefahrenzone wieder geringer geworden. Die 1:2-Heimniederlage des MSV Duisburg gegen den FSV Frankfurt war genau das, was Spieler, Verantwortliche und Fans vermeiden wollten.
„Wenn wir das Spiel nicht verloren hätten, dann hätten wir vielleicht in Richtung Mittelfeld blicken können. So müssen wir uns in der Tabelle wieder nach unten orientieren“, bilanzierte Zebra-Verteidiger Andre Hoffmann, der auf der ungewohnten Position des rechten Verteidigers für den gesperrten Dzemal Berberovic auflief.
„Ich hatte wirklich Probleme auf der Position und einen starken Gegenspieler. Insgesamt habe ich das noch ganz gut gemacht, auch für diese Platzverhältnisse“, urteilte Hoffmann über seine eigene Leistung.
Recks Galgenhumor
Der Wurm steckte bei den Zebras weniger in der Abwehr, auch wenn „Verteidigungschef“ Branimir Bajic mit seinen Kollegen den einen oder anderen Wackler offenbarte. Was der MSV im Offensivbereich an Möglichkeiten vergab, ging nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Daniel Brosinski selbstkritisch: „Einmal bei der Ablage von Emil Jula ist mir der Ball versprungen. Zweimal hätte ich den Ball mehr ins Eck reinsetzen müssen, da schieße ich zu zentral.“ Trainer Oliver Reck flüchtete sich in Galgenhumor: „Vielleicht hätten wir Brosi hoch anspielen sollen. Er macht die meisten Treffer ja mit dem Kopf.“
Die schwierigen äußeren Bedingungen galten für beide Teams. Daniel Brosinski: „ Bei jeder Drehung gerätst du ins Straucheln. Ob nach hinten oder nach vorne, es war sehr schwierig die Bodenhaftung zu behalten, den Ball mitzunehmen. Erst habe ich es mit diesen Tausendfüßlern probiert. In der Pause bin ich dann auf Nocken umgestiegen, das ging auch nicht. Es war schwierig, egal mit welchem Schuhwerk. Jetzt wissen wir, wwas in Rostock auf uns zu kommt, da wird es nicht besser sein.“
Eine Übersicht über die Aktivitäten zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar. Besonders beim FSV Duisburg, bei TuRa 88 und beim VfL Rheinhausen hat sich einiges getan.
Stürmer Emil Jula ärgerte sich ebenfalls über den „katastrophalen Platz“ und parallel dazu über den Rückschlag. Trotzdem wollte der Ex-Cottbuser nicht alles verdammen: „Ich glaube nicht, dass wir zurück in den Abstiegskampf rutschen. Wir haben ein gutes Team, müssen jetzt den Kopf hochnehmen und positiv denken. Mit einem Dreier in Rostock ist alles wieder okay.“
Konkurrenz punktete
Dann müssten die Zebras in Sachen Effektivität aber gewaltig zulegen. Goran Sukalo, der gegen Frankfurt sein zweites Saisontor erzielte: „Wir hätten zuhause vier, fünf Tore machen müssen. Man darf aber auch nicht vergessen, dem Torwart zu gratulieren. Patric Klandt hat einen Supertag erwischt und stark gehalten, da war es nicht einfach für uns. So ist es halt, wenn du die Tore nicht machst, wirst du bestraft.“ Sukalo schob nach: „Bei einer 2:0, 3:0-Führung hätten wir gerade bei diesen Platzverhältnissen hinten abwarten und Kontern können, so müssen wir wieder hinterher laufen.“
Obwohl die Konkurrenz aus Karlsruhe, Ingolstadt und Aachen im Existenzkampf punktete, lässt sich Sukalo nicht beirren. „Die Niederlage war für uns natürlich sehr bitter. Aber wir dürfen uns nicht mit der Tabelle beschäftigen, sondern müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren. Darauf können wir aufbauen. Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Das ist ein deutlicher Unterschied zu dem, was wir in den ersten Spielen gezeigt haben.“ Trotzdem steigt der Druck vor dem Duell in Rostock . . .

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