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So wie einst Tasmania

25.04.2008 | 18:49 Uhr

Der MSV ist auf dem "besten" Weg, einen über 40 Jahre alten Negativrekord einzustellen.In der Fremde überzeugten die Zebras allerdings zuletzt mit überraschenden Siegen in Bremen und Hamburg

Gerade ein Jahr ist es her, da wurde rund um die "MSV-Arena" ausgelassen gefeiert. Durch einen 3:0-Sieg über Rot-Weiß Essen hatte der MSV Duisburg die Rückkehr in die Beletage des Deutschen Fußballs perfekt gemacht, der der Vizemeister von 1964 bereits 27 Spielzeiten zwischen 1963 und 2006 angehört hatte. Von der Jubelstimmung des Sommers ist allerdings dieser Tage nur noch wenig zu verspüren. Denn nach dem vielversprechenden Saisonauftakt ging es für die Zebras rapide bergab, Seit der letzten Woche tragen die Duisburger wieder die "Rote Laterne".

Verantwortlich dafür ist vor allem die desaströse Heimbilanz des MSV. In dieser Spielzeit fuhr das Team des schon lange nicht mehr unumstrittenen, aber von Klubboss Walter Hellmich bedingungslos gestützten Rudi Bommer ganze neun (!) Zähler ein. Und weil kaum davon auszugehen ist, dass sich daran in den Partien gegen Leverkusen und Bayern etwas ändert, dürfte am Ende der Saison der traurige Rekord der legendären Tasmania aus Berlin eingestellt sein, die 1965/66 ebenfalls nur neun Punkte vor heimischem Publikum einheimste.

Noch erschreckender als die nackten Zahlen ist allerdings die spielerische Armut, die die Zebras im Sportpark Wedau Woche für Woche zur Schau stellen. In den Heimspielen gegen Karlsruhe, Cottbus (je 0:1), Hannover und Rostock (beide 1:1) erspielten sich die Duisburger gerade einmal eine Handvoll guter Möglichkeiten - in allen vier Spielen zusammen wohlgemerkt. Gefährlich wurde es zumeist nur, wenn Ivica Grlic zu seinen gefürchteten Freistößen anlief, von denen er in den letzten beiden Jahren acht direkt verwandelte. Doch der Duisburger Kapitän wird dem MSV in dieser Spielzeit aufgrund eines Muskelbündelrisses nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ganz anders als zuhause präsentierten sich die Zebras hingegen in der Fremde, wo vor allem Manasseh Ishiaku, neben Grlic und Mihai Tararache einziger Duisburger, der in dieser Saison uneingeschränkte Bundesligatauglichkeit nachwies, regelmäßig zu Hochform auflief. Zuletzt siegten die Zebras sowohl in Bremen als auch in Hamburg. Nur deshalb darf in Duisburg überhaupt noch vom Klassenerhalt geträumt werden.

Von Philipp Zimmer

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