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Sasic will beim MSV nur nach vorne schauen

28.11.2009 | 12:34 Uhr
Sasic will beim MSV nur nach vorne schauen

Duisburg. MSV-Trainer Milan Sasic will sich öffentlich nicht über die Vergangenheit äußern. Nicht über Vorgänger Peter Neururer. Da lässt der Coach auf dem Trainingsplatz Taten sprechen. Das sagt schon genug aus. Heute geht's gegen Augsburg.

Auch über das letzte Spiel seiner Mannschaft gegen den FC Augsburg möchte der Kroate nichts sagen: „Ich war für das Spiel nicht verantwortlich.” Womit der Ball auch schon wieder bei Peter Neururer liegt. Vor viereinhalb Wochen ging der MSV im DFB-Pokal bei den Schwaben mit 0:5 unter, zwei Tage später war Neururer entlassen. Nachfolger Sasic will „nur nach vorne schauen.” Der Blick ist auf das heutige Spiel gerichtet. Heute um 13 Uhr trifft der MSV in der eigenen Arena auf den FCA.

Wiedergutmachung können die Zebras gegen Augsburg ohnehin nicht leisten – ein Sieg würde den MSV nicht mehr ins Pokalgeschäft zurückbringen. Aber das Spiel wird aufzeigen, wie sich die Mannschaft seit dem Tiefpunkt im Oktober entwickelt hat. Auch ohne Rückblick auf vergangene Ereignisse weiß Milan Sasic, womit seine Jungs heute rechnen müssen. „Augsburg hat alles darauf ausgerichtet aufzusteigen. Sie haben eine sehr stabile und offensivstarke Mannschaft. Sie haben in den letzten zwei Spielen acht Tore geschossen”, so Sasic.

13 Treffer in 13 Partien

Gegen die Angriffsformation um Torjäger Andreas Thurk, der in 13 Partien 13 Treffer erzielte, steht vor allem die „Not-Abwehr” der Zebras im Blickpunkt. Innenverteidiger Björn Schlicke ist zwar immerhin der einzige zuletzt verletzte Spieler, der heute in den Kader zurückkwehren könnte, aber der Trainer zeigte sich diesbezüglich gestern sehr skeptisch. Mit dem erkrankten Chinedu Ede hat sich das Lazarett der Meidericher sogar noch vergrößert.

Somit wird der MSV mit derselben Abwehr antreten, die am letzten Wochenende in Fürth über weite Strecken einen ruhigen Nachmittag verlebt hatte. Für Bruno Soares, der gegen die Franken den Elfmeter verschuldet hatte, brach der Trainer in dieser Woche eine Lanze. „Wenn ich eine Pistole ziehe und in die Luft schieße, habe ich noch keinen umgebracht. Du kannst nicht mit angelegten Armen in einen Luftzweikampf gehen. Das ist eine reine Frage der Physik”, nahm Sasic den Brasilianer in Schutz. Sasic ist zuversichtlich, dass Soares auch den Aufgaben gegen Augsburg gewachsen ist. Manager Bruno Hübner ergänzt: „Soares hat das Herz am rechten Fleck. Manchmal ist er zu ungestüm. Aber daran kann man arbeiten. Wenn er taktisch richtig geschult wird, dann wird er immer stärker.” Dem Match gegen den FCA blickt Hübner gelassen entgegen: „Ich habe keine Bedenken, wenn wir in der Innenverteidigung mit Soares und Tiago spielen.”

Caiuby muss sich deutlich steigern

Der Sieg in Fürth war für Sasic nur ein erster Schritt. Die nächste Etappe wird für die Meidericher schwer genug, zumal das Team nur mit einem Sieg in Reichweite der vorderen Plätze verbleiben kann. Dabei müssen sich die Zebras primär in der Offensive steigern. In Fürth konnte der MSV über weite Strecken seine Überlegenheit nicht nutzen, um den Gegner unter Druck zu setzen.

Caiuby muss sich deutlich steigern, Nicky Adler muss zeigen, dass er nach seinem Siegtreffer in Fürth Selbstbewusstsein getankt hat. Bruno Hübner glaubt, dass ihm die Spielpraxis in der Offensive gut bekommen wird. „Er musste in zuletzt meistens hinten spielen. Aber da gehört er als Angreifer gar nicht hin.” Auch Adler verweist darauf, dass „ich immerhin gelernter Stürmer bin.” Aber auch er will nicht mehr zurückschauen. Für ihn gilt ebenfalls: nur nach vorne schauen.

Dirk Retzlaff Thomas Tartemann

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