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Runjaic erinnert Rüttgers an Sasic

10.10.2012 | 19:56 Uhr
Runjaic erinnert Rüttgers an Sasic
Andreas Rüttgers fand das Spiel gegen Hertha BSC beeindruckend: „Das Stadion stand wie eine Eins hinter dem MSV.“Foto: imago

Duisburg.   Der Vorstandschef der Zebras, Andreas Rüttgers, ist beruhigt, dass die lange Talfahrt seines Teams erst einmal gestoppt ist. Am Donnerstag steht ein Testspiel beim Regionalligisten Wuppertaler SV Borussia an.

Ohne Roland Müller, der für die philippinische Nationalmannschaft ein Länderspiel absolviert und erst am Montag in Duisburg zurückerwartet wird, sowie die Langzeitverletzten Timo Perthel (Reha nach Mittelfußbruch) und Jürgen Gjasula (Herzmuskelentzündung) wird Fußball-Zweitligist MSV Duisburg am Donnerstagabend (18.30, Stadion am Zoo) ein Freundschaftsspiel beim Regionalligisten Wuppertaler SV Borussia absolvieren. Auch für Julian Koch und Markus Bollmann, die nach langen Ausfallzeiten gerade erst auf den Trainingsplatz zurückgekehrt sind, kommt ein Wettkampf noch zu früh.

MSV
Keine „Fluchtgedanken“ beim MSV Duisburg

MSV Duisburgs Manager Ivica Grlic sieht eine Entwicklung in der Mannschaft und fühlt sich bestätigt, dass sich Geduld bei ehemaligen Reservisten wie Benni Kern oder Srdjan Baljak auf Dauer auszahlt: „Für jeden Einzelnen ergeben sich durch einen Trainerwechsel neue Möglichkeiten.“

Dass „Jule“ überhaupt wieder dabei ist, wird beim MSV als gutes Zeichen gewertet. „Julian ist vom Typ immer ein Spieler, der für die Mannschaft wichtig ist“, sagt Präsident Andreas Rüttgers, „aber wir dürfen nicht den Fehler machen, ihn sofort in der Position zu sehen, in der er sich vor seiner schweren Verletzung hier in Duisburg befunden hat.“ Rüttgers betont: „Koch hat durch seine Art immer mitgerissen. Jetzt ist es Aufgabe der Mannschaft, Jule Rückhalt zu geben. Das Team muss sich für ihn reinhängen.“

„Eine gewisse Demut entwickelt“

Dass die wochenlange Talfahrt mit teilweise erschreckenden Auftritten durch eine Leistungstrendwende gestoppt wurde, hat nicht nur die Duisburger Fans, sondern auch Rüttgers beruhigt. „In den letzten Wochen habe ich eine gewisse Demut entwickelt, was alles passieren kann. Letzte Saison hatten wir nach 13 Spielen neun Punkte. Jetzt bewegen wir uns in einer Situation, in der wir mit zwei Siegen mehrere Plätze klettern können, es aber umgekehrt genauso schnell wieder nach unten gehen kann. Wir müssen die Konzentration noch lange hochhalten.“

MSV Duisburg
Schmerzvoller MSV-Sieg in Cottbus

Duisburgs Trainer Kosta Runjaic wollte in Cottbus gar nicht mehr hinsehen, als der Ball in Richtung eigenes Tor rollte. Dieses Mal aber rettete der MSV den Sieg, mit Glück, Geschick und jeder Menge Einsatz.

  Mit Prognosen oder Zielvorgaben hält sich der Klubchef zurück. Dafür ist der Touristikexperte stolz auf das, was sich zuletzt gegen Hertha BSC abspielte: „Da lagen wir früh hinten, hatten ohnehin die Negativserie im Rücken. Und das ganze Stadion stand wie eine Eins hinter dem MSV. Das hat selbst bei Berliner Funktionären Eindruck hinterlassen. Wenn fremde Personen, die bei dir zu Gast sind, so etwas erwähnen, dann finde ich das besonders.“

Dass die Duisburger Spieler mittlerweile das Motto „Leben, Liebe, Leidenschaft“ mit kämpferisch hervorragenden Leistungen wie in Cottbus oder gegen Hertha entsprechend umsetzen, ist offensichtlich. Rüttgers differenziert allerdings: „Es ist nicht immer selbstverständlich und auch nicht immer möglich, alle Tugenden des Leitbildes zu erfüllen. Wenn das klappen würde, wären wir in zwölf Monaten in der Bundesliga. Aber in einer Passage heißt es auch: Nach Niederlagen stehen wir wieder auf. Und das ist das Wichtige.“

Was den Trainertyp Kosta Runjaic anbelangt, sieht Andreas Rüttgers gewisse Parallelen zu Milan Sasic. Zum Ex-Coach pflegte Rüttgers ein recht enges Verhältnis. „Sowohl Milan als auch Kosta sind ehrlich von ihrer Art, sie sprechen unsere Sprache, auch wenn sie nicht aus Duisburg kommen. Sie sind direkt, verlieren keine Zeit und haben Visionen, die sie vorleben. Ich mag das einfach.“

Thomas Tartemann



Kommentare
11.10.2012
12:40
Runjaic erinnert Rüttgers an Sasic
von lapofgods | #5

Da haben #2, 3 und 4 Recht.

Das ist Öffentlichkeitsarbeit und kein Blabla. Wir sind immer noch 18. und das ist das einzig positive was er im Moment vermelden kann. Dazu gehört auch die ausdrückliche Würdigung des Hertha-Spiels (zumindest der 2.Halbzeit). Schließlich muss man den "Erfolg" betonen, wenn er da ist. Die nächste Niederlage kommt noch früh genug.

Das ist in jedem Fall besser für uns als "Trainer Autos zerkratzt", "Lizenz bedroht", "Erneute Strafe für Pyros", "Düsseldorfer Fans mit Raketen beschossen", "Rote Karten für Bommer" oder "Nazis auf der KöPi"-Artikel, die sicherlich auch alle berechtiget waren..

Grundsätzlich finde ich auch in solchen Situationen MAL Äußerungen von ihm oder Kentsch sinnvoll und interessant, solange das nicht in permanente Sprücheklopferei à la Hellmich ausartet, der damit schon nerven konnte. Auch wenn sie nur bedingt gehaltvoll sind. Im Falle sportlichen Mißerfolgs sollten sie sich allerdings eher bedeckt halten (siehe Rüttgers-Reck).

11.10.2012
10:59
Runjaic erinnert Rüttgers an Sasic
von Eifelzebra | #4

Für das Wohlergehen eines Vereins braucht es mehrere Faktoren. U.a. Spieler, Trainer, Management. Doch wenn Du, guter Spliff, mal auf andere Vereine schaust, dann siehst Du schnell, was noch dazu gehört: Fans, die zu "ihrem" Verein stehen.

Was soll der denn in einem Interview von sich geben, etwa die gleichen Schlechte-Laune-Statements wie Du oder boelli?

Blabla

11.10.2012
08:23
Runjaic erinnert Rüttgers an Sasic
von MSVLarsen | #3

Also ich such gerade noch die Textpassage in der drin steht, dass sich Rüttgers nicht um neue Sponsoren kümmert...!

Jetzt mal im Ernst: Alles, was sich hinter den Kulissen beim MSV abspielt, wird ganz bestimmt nicht hier abgedruckt und Rüttgers spielt mit Sicherheit nicht nur mit den Ex-Trainern Skat, sondern arbeitet für den MSV!

11.10.2012
06:23
Runjaic erinnert Rüttgers an Sasic
von Zebrus | #2

Genau das macht er doch gerade! Mit solchen Aussagen bewirbt er den MSV als Traditionsverein mit einem starken Rückhalt durch seine Fans. So einen Verein kann man dann auch Sponsoren schmackhater machen.
Nun gut er hat das Problem, das Leute wie boelli oder Spliff nichts besseres zu tun haben, als ihren verbitterten Senf auf den MSV zu kacken. Aber genau was er schreibt empfinde ich auch. Wir haben zwar relativ wenige treue Fans, aber seit der Pokal-Saison (nicht erst seit dem Finale, sondern seit dem Sieg damals in Osnabrück) stehen die Fans wie eine Mauer hinter der Truppe.

10.10.2012
20:46
Runjaic erinnert Rüttgers an Sasic
von Spliff | #1

blabla.....Der soll sich endlich um neue Sponsoren kümmern !

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