Ratajczak brachte Hajri beim MSV-Test ins Krankenhaus

Jubel nach dem ersten Tor der neuen Saison: Martin Dausch (2. von links) traf nach Vorarbeit von Kingsley Onuegbu.
Jubel nach dem ersten Tor der neuen Saison: Martin Dausch (2. von links) traf nach Vorarbeit von Kingsley Onuegbu.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der MSV gewann das Testspiel beim Landesligisten Duisburger SV 1900 mit 4:0. Doch schon nach 33 Minuten schied Mittelfeldspieler Enis Hajri mit Verdacht auf einen Nasenbeinbruch aus

Duisburg.. Ganze 33 Minuten stand Enis Hajri auf dem Platz, dann war das Fußball-Testspiel für den Mittelfeldspieler des MSV Duisburg beim Landesligisten Duisburger SV 1900 beendet. In einem Zweikampf sprangen Hajri und DSV-Kapitän Adrian Tober hoch, der wiederum den Zebra-Kicker mit dem Arm im Gesicht traf. Die Folge: Hajri musste blutend vom Platz, Tober sah Gelb und der nicht eingesetzte MSV-Stammkeeper Michael Ratajczak düste mit seinem Teamkollegen in die Unfallklinik. Die erste Nachricht aus dem Krankenhaus lautete: Verdacht auf Nasenbeinbruch.

Halbzeitergebnis aus MSV-Sicht besser als 2013

Ansonsten tat sich der MSV schwer – zeigte sich aber rein ergebnistechnisch gegenüber dem gleichen Spiel vor zwei Jahren mit der „Phantommannschaft“, die aufgrund des Lizenzentzugs sofort wieder auseinanderbrach, sogar verbessert. Damals führte der DSV 1900 mit 1:0 – diesmal gingen die beiden Teams mit einem 0:0 in die Kabinen. Die Zebras, die mit Thomas Bröker auf der rechten und Kevin Scheidhauer auf der linken Seite agierten und mit Kingsley Onuegbu und Thomas Brandstetter als Spitzen aufliefen, waren zwar überlegen, erspielten sich jedoch vor der Pause keine zwingenden Chancen.

Statistik Vor rund 1200 Zuschauern schossen die Profis dann aber noch den 4:0 (0:0)-Sieg heraus. Dabei ging dem 1:0 für die Zebras eine Großchance der 1900er voraus: Simon Edu scheiterte mit einem Kopfball an MSV-Keeper Marcel Lenz, der den Konter über Kingsley Onuegbu einleitete. Den Spielzug schloss Martin Dausch mit der Führung ab (50.). Danach lief es für die Weiß-Blauen. Per Doppelschlag erhöhte Simon Brandstetter auf 3:0 (59., 63.) für den MSV, der seinen Kader geteilt hatte. Die Spieler, die diesmal bei Vitasport an der Fitness arbeiteten, kommen am Freitag in Neuenkamp zum Einsatz. Den Schlusspunkt setzte Kingsley Onuegbu mit dem 4:0 in der 76. Minute.

„Wir haben in den letzten Tagen hart gearbeitet, daher bin ich zufrieden“, sagte MSV-Trainer Gino Lettieri. Einen Vorwurf an Adrian Tober richtete der Coach nicht: „Das ist Fußball, so etwas passiert. Ich denke, dass Enis mit einer Maske spielen kann.“ DSV-Co-Trainer Volker Dörr erklärte: „Das tut mir leid. Ich habe mit Adrian gesprochen. Er ist nicht der Typ, der so etwas absichtlich macht.“

Harmonisches Vorgeplänkel

2. Liga So unschön das Spiel für Enis Hajri endete, so harmonisch ging es los. Unter den vielen Blumensträußen für den MSV als Gratulation zum Aufstieg wie auch für Spieler, die den DSV im Sommer verlassen, war auch einer für Alexander Schreier – der zudem der Marketingchef des MSV ist. Vor einem Jahr wurde Schreier auf ähnliche Weise beim TV Jahn Hiesfeld verabschiedet – in einem Spiel gegen die Zebras.

Schon am Freitag geht es für den MSV um 19 Uhr bei Blau-Weiß Neuenkamp weiter. Der Kreisligist teilt mit, dass nur noch wenige Karten zum Verkauf bereitstehen und dass wohl nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden können. Rund 2000 Fans finden auf dem Gelände Platz. Wichtig: Es steht kein Parkraum zur Verfügung. Der Verein rät, mit dem Fahrrad oder der Buslinie 933 anzureisen. Die Haltestelle „Am Rheindeich“ ist etwa 100 Meter von der Platzanlage entfernt.