Poggenberg kämpft sich beim MSV zurück auf den Platz

MSV-Abwehrspieler Dan-Patrick Poggenberg setzt wieder auf die Rückrunde.
MSV-Abwehrspieler Dan-Patrick Poggenberg setzt wieder auf die Rückrunde.
Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Der Linksverteidiger hatte sich im Sommer am Knöchel verletzt
  • Mit Laufeinheiten will sich der 24-Jährige zurückkämpfen
  • Schon im letzten Jahr verpasste er die komplette Hinrunde

Duisburg.. Für Dan-Patrick Poggenberg war die Rückkehr in den Trainingsbetrieb beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg am Dienstag eine perfekte Angelegenheit. Kaum hatte der Linksverteidiger die Kabine verlassen, stand bereits der erste Knirps mit einem Autogrammwunsch auf der Matte. Anschließend absolvierte der Langzeitverletzte eine erste Laufeinheit. „Es tut gut, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte der 24-Jährige, der zum ersten Mal seit dem 17. Juli wieder Fußballschuhe trug. Engin

Es ist die bittere Geschichte des früheren Chemnitzers: Den Spätsommer und den Herbst in Duisburg kennt „Pogge“ bislang nur als Rehapatient. Im vergangenen Jahr zog sich der damalige Neuzugang im Sommertrainingslager in Österreich einen Beinbruch zu und verpasste die komplette Hinrunde. In diesem Jahr erlitt Poggenberg im Vorbereitungsturnier in Duisburg einen mehrfachen Bänderriss im Knöchel und musste sich einer Operation unterziehen.

MSV-Trainer Gruev lässt Vorsicht walten

Viele Parallelen – scherzhaft empfahl der Spieler gestern den Journalisten, einfach „copy and paste zu machen“, also die Artikel aus dem vergangenen Jahr zu kopieren. So einfach ist das natürlich nicht, zumal es dann doch grundlegende Unterschiede gibt. „Das Zusehen ist in dieser Saison angenehmer als in der letzten“, schmunzelt Poggenberg. Kein Wunder: Vor Jahresfrist war der MSV Duisburg in der 2. Bundesliga Tabellenletzter, nunmehr führen die Zebras souverän die 3. Liga an und haben beste Karten, wieder aufzusteigen.

Dauerhaft will sich Dan-Patrick Poggenberg, der in der vergangenen Spielzeit bei den Zebras noch auf zwölf Einsätze in der 2. Liga und in der anschließenden Relegation kam, naturgemäß nicht mit der Zuschauerrolle zufriedengeben. „Mein Hauptziel ist es, Anfang des nächsten Jahres wieder dabei zu sein“, sagt der Abwehrspieler.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Zunächst wird Poggenberg in Meiderich auf dem Nebentrainingsplatz weitere Laufeinheiten bestreiten, während die Kollegen nebenan mit dem Ball arbeiten. „Ich freue mich für ihn. Wir werden aber aufpassen, dass er keinen Rückschlag erleidet“, setzt MSV-Trainer Ilia Gruev auf eine behutsame Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Wenn alles gut läuft, kann Poggenberg bereits in diesem Jahr wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Lob an die MSV-Physios

Poggenbergs „Krankheitsvertretung“ Kevin Wolze hat seine Bänderdehnung im Knöchel mittlerweile weitgehend auskuriert. Am vergangenen Sonntag stand der Vizekapitän in Regensburg unerwartet in der Startaufstellung der Meidericher und spielte beim 2:1-Sieg ohne Probleme 90 Minuten durch. „Unsere Physiotherapeuten haben einen tollen Job gemacht. Ihnen gebührt ein dickes Kompliment“, lobte Trainer Ilia Gruev seine Fitmacher.