Onuegbu will bei MSV-Aufstieg mit Mickie Krause singen

Kingsley Onuegbu (r.) bekommt reichlich Glückwünsche von den Teamkollegen: Der Nigerianer schnürte gegen Fortuna Köln einen Doppelpack.
Kingsley Onuegbu (r.) bekommt reichlich Glückwünsche von den Teamkollegen: Der Nigerianer schnürte gegen Fortuna Köln einen Doppelpack.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mickie Krause trat beim 2:0-Sieg gegen Fortuna Köln in der Pause auf. Der Schlagersänger versprach den Fans, bei einer Aufstiegsfeier wieder zu kommen. MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu würde sich darüber besonders freuen.

Duisburg.. Kingsley Onuegbu trauerte einer verpassten Chance nach. „Der war da?“, fragte der zweifache Torschütze des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, als er nach dem 2:0 (1:0)-Sieg über Fortuna Köln hörte, dass Schlagersänger Mickie Krause in der Pause aufgetreten war. Der King ist ein ausgewiesener Schlagerfan und hätte den Künstler gerne persönlich begrüßt. Aber vielleicht wird daraus noch etwas. Krause versprach den Fans, bei einer Aufstiegsfeier wieder zu kommen. Dann will Onuegbu beim Hit „Sie hatte nur noch Schuhe an“ mit einstimmen. Onuegbu: „Ein geiles Lied. Das singe ich dann mit ihm zusammen.“

Aber erst einmal müssen die Zebras die Grundlage für eine Party im Mai schaffen. Der Sieg über Aufsteiger Fortuna Köln war ein kleiner Schritt in diese Richtung. Der MSV kletterte mit diesem Sieg auf den Relegationsplatz – und Onuegbu hatte entscheidenden Anteil daran.

Schon in der 17.Minute brachte der King die Zebras in Führung. Er verwertete einen langen Pass von Zlatko Janjic und überwand Kölns Keeper André Poggenborg. Ein perfekter Start vor 12.041 Zuschauern – die Marke „15 000+x“ wurde klar verfehlt – der den Zebras Sicherheit gab. Allerdings konnten die Duisburger Fans erst spät durchatmen. Nach der Pause agierte der MSV 25 Minuten lang zu passiv, überließ den Domstädtern zu viele Räume. „Wir hätten den Sack eher zumachen müssen“, so Sportdirektor Ivica Grlic. Der Sack war aber erst in der 83. Minute zu. Onuegbu markierte mit seinem siebten Saisontreffer das 2:0.

Dausch löst Versprechen ein

Mit einem Freistoß bereitete Martin Dausch den Treffer mustergültig vor, der Neuzugang von Union Berlin feierte seinen Assist ausgelassen mit einer Rolle und löste damit ein Versprechen aus dem Trainingslager ein. Da hatte er Dennis Gerritzen – einer von zwei Darstellern des Maskottchens „Ennatz“ – versprochen, sich etwas einfallen zu lassen, wenn er das erste Mal an einem Tor beteiligt sei.

Spielbericht/Einzelkritik Die Kölner reklamierten bei diesem Treffer indes eine Abseitsstellung von Onuegbu, der die Kugel unmittelbar vor der Torlinie ins Netz drückte. „Das kann schon sein“, räumte der Nigerianer nach dem Spiel ein. Schiedsrichter Patrick Ittrich aus Hamburg stand nicht nur bei dieser Szene im Fokus. In der ersten Halbzeit zeigte er Dennis Grote eine gelbe Karte wegen einer Schwalbe. Kölns Keeper André Poggenborg hatte seinen Strafraum verlassen und der anstürmende Grote kam spektakulär zu Fall. Statt Rot für Poggenborg, gab’s Gelb für Grote. Der Duisburger stellte nach dem Spiel klar: „Er hat mich nicht getroffen. Von mir aus kann der Schiedsrichter mir auch die Karte zeigen. Aber ich wollte nichts schinden.“

Bohl feierte Comeback

Für MSV-Trainer Gino Lettieri war es wichtig, dass seine Mannschaft nach der Niederlage in Bielefeld die richtige Antwort gefunden hat. „Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, weil sie dem Druck, der nach Niederlagen aufkommt, wieder stand gehalten hat“, so Lettieri. Auch für MSV-Keeper Michael Ratajczak war es wichtig, „nachzulegen, weil wir in Bielefeld die Punkte verloren hatten.“ „Rata“ war bei der einzigen Kölner Großchance in der ersten Halbzeit auf dem Posten, als er nach einem Freistoß von Hamdi Damahni aus kurzer Distanz klärte.

Beim MSV wurde Thomas Meißner rechtzeitig fit – er konnte der Innenverteidigung Stabilität geben. Kapitän Steffen Bohl feierte in der 72. Minute sein Comeback. Für Gino Lettieri sind das Hoffnungsschimmer: „Wichtig ist, dass die Jungs zurückkommen. Vielleicht schafft es Tim Albutat ja schon zum Spiel in Osnabrück.“