Nächster MSV-Gegner ist für Schorch Reise in die Vergangenheit

Christopher Schorch (vorne) und Kevin Wolze sind heiß auf den Start in die zweite Saisonhälfte.
Christopher Schorch (vorne) und Kevin Wolze sind heiß auf den Start in die zweite Saisonhälfte.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
MSV-Abwehrspieler Christopher Schorch lernte beim kommenden Gegner Hallescher FC das Fußball-ABC. Seine Familie wohnt nach wie vor in der Saale-Stadt.

Duisburg.. Wenn sich der MSV Duisburg am Freitag mit dem Bus Richtung Sachsen-Anhalt aufmacht, um sich optimal für den Drittliga-Wiederbeginn am Samstag (14 Uhr/bei uns im Live-Ticker) beim Halleschen FC vorzubereiten, dann beginnt für Christopher Schorch eine Reise in die Vergangenheit.

„Schorchi“ spielte als Jugendlicher für die Saalestädter. „Ich habe mein Fußball-ABC beim Halleschen FC gelernt, nachdem ich vom kleinen Klub Nietlebener SV dorthin gewechselt bin. Es war eine schöne Zeit in Halle. Ich empfinde nur positive Erinnerungen, wenn ich daran zurück denke“, erklärt Schorch.

Großer Schritt: Von Halle nach Berlin

Mit 15 Jahren wechselte der Verteidiger zur Saison 2004/05 ins Jugend-Internat von Hertha BSC Berlin, wo er schließlich zum Jungprofi heranreifte. „Für mich war das damals ein großer Schritt aus Halle in die Millionenstadt Berlin. Ich habe mir im Hertha-Internat mit einem Zimmerkollegen das Bad geteilt. Insgesamt war es eine tolle Zeit und der Schritt in die Selbstständigkeit“, blickt der Abwehrrecke zurück.

Schorch Seine Eltern, seine Schwester und die Großeltern wohnen nach wie vor in Halle oder in der unmittelbaren Umgebung. Alle haben sich zum Daumendrücken für den Samstag angekündigt. „Bisher habe ich zwölf Eintrittskarten für das Spiel besorgt. Mein Fanclub ist auf jeden Fall dabei. Es wird ein großes Familientreffen“, lacht „Schorchi“.

Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bajic und Meißner

Ob er auch in der Startformation des MSV Duisburg auftaucht, ist eine Frage, die aktuell wohl nur Trainer Gino Lettieri beantworten kann. Und selbst der Duisburger Coach grübelt noch reichlich hin und her. „Schorchi ist nicht weiter weg als Branimir Bajic oder Thomas Meißner“, sieht Lettieri seine Innenverteidiger-Kandidaten in einem Kopf-an-Kopf-Rennen.

Kommentar Schorch schätzt die Lage so ein: „Der Trainer hat es schwer. Es wird am Ende wohl sein Bauchgefühl entscheiden. Wenn ich nicht von Beginn an spielen sollte, dann werde ich weiter im Training Gas geben. Wir haben so eine Kaderdichte, dass sofort der nächste Spieler zur Stelle ist, sobald ein anderer schwächelt.“

"Fühle mich wohl in Duisburg, will aber möglichst oft spielen"

Nach einer guten Wintervorbereitung („Ich konnte alle Einheiten super mitmachen“) will der früher oft verletzungsgeplagte Defensivmann nun seinen Teil dazu beitragen, dass der MSV ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitreden kann. Jeder gelungene Einsatz ist auch ein Empfehlungsschreiben für die Zukunft. Schorchs Vertrag endet im Juni 2015. „Bis zum Sommer“, sagt „Schorchi“, „ist noch viel Zeit. Ich fühle mich generell wohl in Duisburg, will aber möglichst oft spielen. In meiner Karriere war ich oft genug verletzt. Warten wir einfach mal ab. Ich bin für alles offen.“

Trikotsponsor Seine positive Art behält sich der frühere Juniorennationalspieler bei, auch wenn er seit Oktober kein Punktspiel über volle 90 Minuten mehr bestreiten durfte. „Manchmal muss man halt etwas runterschlucken, aber ich versuche trotzdem, immer zu lachen“, so Schorch.