Duisburg

Nach einem Monat ohne Tor: MSV-Trainer Ilia Gruev erklärt Sturm-Problem für beendet

Große Freude an der Seitenlinie bei MSV-Trainer Ilia Gruev (Mitte).
Große Freude an der Seitenlinie bei MSV-Trainer Ilia Gruev (Mitte).
Foto: firo
  • Wichtiger Sieg für den MSV Duisburg
  • Das 3:2 gegen Erfurt sorgte für Erleichterung bei den Zebras
  • Auch, weil nach über einem Monat endlich wieder getroffen wurde

Duisburg. In den Augen von MSV-Trainer Ilia Gruev war Zufriedenheit abzulesen. Vielleicht auch Genugtuung. Eine Woche, nachdem er sich nach der 0:1-Niederlage gegen den abstiegsbedrohten SV Wehen Wiesbaden zur Ideenlosigkeit seiner Mannschaft im Angriff äußern musste, wirkte er nach dem 3:2 (2:1)-Sieg der Duisburger über Rot-Weiß Erfurt betont entspannt.

So, als wäre es nur ein Strohfeuer gewesen, diese Torflaute seiner Elf, die 445 Minuten lang ohne eigenen Treffer geblieben war.

Elfmeter eine klare Fehlentscheidung

Gegen die Thüringer aber schlugen die Zebras gleich dreifach zu. Zweimal traf Stürmer Stanislav Iljutcenko (18. und 24.), einmal Kapitän Branimir Bajic per Foulfelfmeter (67.). „Aus meiner Sicht war der Elfmeter eine absolute Fehlentscheidung“, klagte RWE-Trainer Stefan Krämer.

Sein Duisburger Kollege hingegen hatte nicht viel zu beanstanden. Ganz im Gegenteil. „Dass wir Tore schießen können, haben wir bewiesen. Ich denke, das Thema ist jetzt erledigt“, sagte Trainer Gruev dazu. Das elementare, das für so viel Unruhe sorgende Thema, die Harmlosigkeit im Angriff, war mit 90 Minuten und zwei Stürmer-Toren vom Tisch.

Wichtiger Sieg nach zwei Niederlagen in Folge

Fakt ist nach dem so dringend benötigten Heimsieg gegen Erfurt: Duisburg hat sich Luft verschafft, hat die Tabellenführung in der 3. Liga verteidigt. Fakt ist aber auch: Die Konkurrenz ist weiterhin auf der Lauer. Magdeburg und Lotte haben die Zebras immer noch in Sichtweite. Mit einem Spiel also hat sich der MSV – in den Augen des Trainers – seiner größten Sorgen entledigt.

Wenn das so einfach wäre. Was schließlich auch Fakt ist: Erfurt hat in Duisburg keine gute erste Hälfte gespielt. „Da musste man sich draußen ein bisschen Sorgen um die Jungs machen“, kommentierte Trainer Krämer die ersten 45 Minuten. Als die durch zuletzt zwei Siege in Folge selbstbewussten Gäste im zweiten Durchgang wieder zu ihrer Stärke fanden, fiel dem MSV nicht mehr besonders viel ein. Reine Kopfsache.

Gruev: Gesamte Situation war schwierig

„Die gesamte Situation war sehr schwierig für uns. Wir waren 13 Spiele in Folge ungeschlagen, dann haben wir innerhalb von vier Tagen zweimal verloren“, erläuterte Ilia Gruev. Seiner Mannschaft konnte man den unbedingten Willen, die drei Punkte zu holen, nicht absprechen. Das war Fluch und Segen zugleich: „Man weiß, wenn man etwas unbedingt haben möchte, ist das immer schwierig“, erklärte der Deutsch-Bulgare.

Und beinahe wäre der MSV um das gebracht worden, was er unbedingt wollte und auch unbedingt brauchte. Dustin Bomheuer ließ sich von Tugay Uzan den Ball abnehmen, wenig später stand es 0:1 aus Duisburger Sicht (14.). Die Zebras drehten den Rückstand, waren nach zwei Iljutcenko-Treffern und dem Bajic-Elfmeter auf dem Weg zum ersten Dreier nach vier sieglosen Spielen in Folge.

Dann traf RWE-Kapitän Mario Erb per Foulelfmeter (83.). Der MSV rettete den Vorsprung über die Zeit. Ein wenig nervös in mancher Situation, weil die Thüringer plötzlich wieder Lunte rochen. „In der zweiten Halbzeit waren wir mit Duisburg ebenbürtig“, sagte Stefan Krämer.

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