MSV zeigt bei Benefizkick „Duisburger Herzen für Haltern“

Im guten Zweck vereint: Die Spieler beider Mannschaften liefen zum Gedenken an die Absturzopfer in einheitlichen T-Shirts auf.
Im guten Zweck vereint: Die Spieler beider Mannschaften liefen zum Gedenken an die Absturzopfer in einheitlichen T-Shirts auf.
Foto: FUNKE Foto Services
Am Freitag kamen 3214 Zuschauer in die Arena und unterstützten damit Angehörige der Opfer des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich. Sie sahen ein 0:4 der Zebras gegen den 1. FC Kaiserslauitern.

Duisburg.. Es war nicht die MSV-Hymne, die am Freitag in der Duisburger Arena erschallte. Stattdessen „You’ll never walk alone“ als Solidarität für die Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes. Die Kicker des MSV Duisburg und des 1.FC Kaiserslautern liefen in weißen T-Shirts mit dem schwarzen Symbol, das seit Dienstag Synonym für das Unfassbare, was sich in Südfrankreich ereignete, ist, ins Stadion ein. 3214 Zuschauer sahen eine 0:4 (0:1)-Niederlage des MSV. Die Einnahmen aus dem Spiel gehen an die Angehörigen der Opfer und an die Haltener Schule.

Vor dem Spiel, das unter dem Motto „Duisburger Herzen für Haltern“ stand, bedankte sich Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel per Videobotschaft bei den Zebras: „Das ist eine ganz tolle Aktion des MSV. Sehr wohltuend, sehr tröstlich.“ Auf dem Rasen der Arena sprach der Duisburger Bürgermeister Manfred Osenger: „Ich bin stolz darauf, Mitglied des MSV zu sein.“ MSV-Geschäftsführer Bernd Maas sprach vor der Gedenkminute: „Heute schlagen die Duisburger und die Kaiserslauterer Herzen für Haltern.“

Mit viel Herz gingen auch die beiden Mannschaften zur Sache. Die Duisburger schritten als Drittligist hochmotiviert gegen den Zweitligisten, der mit Ex-MSV-Trainer Kosta Runjaic an die Tür zur Bundesliga klopft, zu Werke. FCK-Keeper Marius Müller kassierte schon früh eine gelbe Karte nach einem Foul an Kingsley Onuegbu. Der King vergab auch die erste Duisburger Chance, danach ließ Zlatko Janjic zwei gute Möglichkeiten aus. In der 24. Minute trafen die Meidericher ins Tor – allerdings ins falsche. Thomas Meißner schob den Ball bei einem Missverständnis mit Torwart Marcel Lenz den Ball über die Linie.

Scheidhauer scheitert am Pfosten

Fast am selben Fleck vergab Zlatko Janjic nach der Pause den Ausgleich. Janjic, in der Liga Toptorschütze der Zebras, setzte den Ball in der 52. Minute aus einem Meter neben das Lauterer Tor. Erneut trafen die Gäste – und wieder half der MSV mit. Torwart Marcel Lenz brachte Karim Matmour zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Kevin Stöger zum 0:2 (62.). Vier Minuten später hatte Kevin Scheidhauer Pech: Er traf aus 15 Metern den Pfosten. Gastspieler Marcel Kaffenberger (FSV Frankfurt), der in der 63. Minute ins Spiel kam, vergab freistehend den Anschlusstreffer (72.). In der 77. Minute erhöhten die Roten Teufel mit einem von Christoph Schorch verschuldeten Foulelfmeter durch Mateusz Klich auf 0:3. Simon Zoller legte das 0:4 nach (82.).

Kosta Runjaic und Assistent Ilia Gruev freuten sich über die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Während Coach Kosta mit der Mannschaft die Heimreise antrat, blieb Gruev in Duisburg. Um den einen oder anderen Freund zu besuchen.

  • Das Spiel in der Statistik:
  • MSV: Lenz – Bohl (46. Kühne), Bajic (58. Schorch), Meißner (68. Stenzel), Wolze (63. Dum) – Albutat (68. Lekesiz), Hajri (52. Grote), Klotz (46. Gardawski), Dausch (63. Kaffenberger), Janjic (63. Schnellhardt) – Onuegbu (46. Scheidhauer).
  • Tore: 0:1 Meißner (24., Eigentor), 0:2 Stöger (62., Foulelfmeter), 0:3 Klich (77., Foulelfmeter), 0:4 Zoller (82.).

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