2. Bundesliga
MSV will Trendwende schaffen - nur wohin?
09.02.2010 | 07:49 Uhr 2010-02-09T07:49:00+0100
Duisburg. Peter Neururer machte sich Sorgen. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht alles umstoßen, was wir uns aufgebaut haben”, sagte der damalige Trainer des MSV Duisburg im September. Das war im September in Kaiserslautern, der MSV hatte 1:4 verloren und hatte ein erschreckendes Bild abgegeben.
Am Rosenmontag treten nun die Pfälzer zum Rückspiel an der Wedau an und der MSV ist an einem ähnlichen Punkt angekommen. Der Trainer heißt nicht mehr Peter Neururer, sondern Milan Sasic – aber die Sorgen sind die gleichen. Der positive Trend, den Milan Sasic seit seinem Amtsantritt einleitete, droht sich ins Negative umzukehren.
Das Risiko hat seinen Preis
Dass Neururer aus den Partien gegen St. Pauli und Düsseldorf vier Punkte holte und Sasic bei diesem Programm leer ausging, mag eine statistische Randerscheinung sein. Aussagekräftiger ist das Bild, das die Mannschaft in den letzten beiden Partien gab. Zweimal war die Zebra-Elf gegen Teams aus der Spitzengruppe schlichtweg überfordert. Das waren keine Duelle auf Augenhöhe – der Qualitätsunterschied zu St. Pauli und Düsseldorf war immens.
Nun folgen die Partien gegen Kaiserslautern und Bielefeld, in denen Sasic das Ruder herumreißen muss, wenn die Zebras noch in den Aufstiegskampf eingreifen wollen. Wobei „Wollen” kaum reichen wird, es ist längst ein „Müssen”. Es ist nur derzeit schwer vorstellbar, dass ein mittelfristig angelegter Anlauf Richtung Bundesliga nach einem Scheitern in dieser Saison möglich sein könnte. MSV-Sportdirektor Bruno Hübner hatte noch in der letzten Woche unterstrichen, dass der MSV für den Aufstieg ein hohes Risiko eingehe. „Vereine wie Bielefeld, Cottbus oder wir bewegen sich auf einem schmalen Grat”, so Hübner, der hinzufügte, dass man sehe müsse, „ob wir in der nächsten Saison den aktuellen Etat noch einmal abbilden können.”
Spieler müssen Antworten geben
Nach zwei Niederlagen in Folge müssen nun die Spieler eine Antwort auf dem Platz geben. Bislang waren Siege und Punktgewinne der Lohn für die harte Arbeit, die sie unter Milan Sasic leisten. Erstmals setzte es nun zwei Niederlagen in Folge. Ein Spieler war schon in den letzten beiden Partien buchstäblich sprachlos. Innenverteidiger Björn Schlicke ist derzeit völlig von der Rolle. In Düsseldorf nahm Milan Sasic den indisponierten Abwehrchef schon zur Pause vom Platz. Das Jahr 2010 läuft für Schlicke bislang alles andere als erfreulich ab. Erst die überraschende Abwahl als Kapitän im Trainingslager in der Türkei und zuletzt bittere Momente in der Defensivabteilung der Meidericher.
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