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MSV-Trainer Runjaic will mit Zebras den Favoriten ärgern

26.09.2012 | 14:40 Uhr
MSV-Trainer Runjaic will mit Zebras den Favoriten ärgern
Hat Respekt vor dem Gegner Eintracht Braunschweig: MSV-Trainer Kosta Runjaic.Foto: Christoph Reichwein/dapd

Duisburg.  Der Motor des MSV hat an Betriebstemperatur zugelegt. Nur die richtigen Resultate fehlen noch als Beleg. „In Braunschweig brauchen wir hohe Laufbereitschaft, taktische Disziplin. Jeder muss über 90 Minuten für den anderen da sein“, fordert Trainer Kosta Runjaic vor dem Spiel am Mittwochabend.

Ilia Gruev weiß wie es geht. Am 4. April 2003 erzielte der Bulgare in der 84. Minute das goldene Tor zum Duisburger 1:0-Sieg bei Eintracht Braunschweig. „Treffen kann ich jetzt nicht mehr, aber wir wollen auch am Mittwoch ab 17.30 Uhr (live im DerWesten-Ticker) etwas im Auswärtsspiel in Braunschweig holen“, sagt Gruev, der seit wenigen Wochen Co-Trainer bei den Zebras ist und laut Chefcoach Kosta Runjaic „die ganze Tonleiter beherrscht“, wenn es um Anweisungen, Lob oder Wachrütteln geht.

Zuletzt konnte das Trainerduo relativ viel loben. Beim 0:0 gegen den VfL Bochum machten die Duisburger eine Menge richtig. Ausgenommen die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten. „Wir hatten mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe“, fasst Runjaic zusammen. Auch die für ihn statistisch wertvolle Gesamtlaufleistung des Teams war wie schon in Kaiserslautern im akzeptablen Tourenbereich. Der Motor des MSV hat deutlich an Betriebstemperatur zugelegt, nur die richtigen Resultate fehlen noch als Beleg.

Eintracht-Trumpf: Eingespieltheit

„In Braunschweig brauchen wir  hohe Laufbereitschaft, taktische Disziplin. Jeder muss über 90 Minuten für den anderen da sein. Wir treffen auf einen Gegner, der aus einer sehr guten Grundordnung operiert“, hat Runjaic Respekt vor dem Gegner. Ilia Gruev kennt Eintracht-Coach Thorsten Lieberknecht schon einige Jahre. „Er macht bei den Niedersachsen einen guten Job. Der Vorteil dieser Mannschaft ist die Eingespieltheit. Es gab kaum Veränderungen, viele Akteure spielen seit der Regionalliga zusammen und verstehen sich blind.“

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Vier-Augen-Gespräch zwischen da Silva und Trainer Runjaic

Als Toni da Silva beim Spiel gegen den VfL Bochum merkte, dass nicht er, sondern Teamkollege Brandy eingewechselt werden sollte, machte der Ex-Dortmunder eine abfällige Handbewegung. Am Montag unterhielt sich MSV-Trainer Kosta Runjaic mit dem Brasilianer.

Die Meidericher wollen die positive Grundstimmung, die nach dem Derby gegen Bochum herrschte, mit in die 250.000-Einwohnerstadt transportieren. „Vielleicht unterschätzt uns die Eintracht ja“, hofft Offensivkraft Toni da Silva auf eine Überraschung. Der Ex-Dortmunder, der wohl wieder als Bankalternative auf seine Chance lauert: „Wir sind stark genug, auch beim Spitzenteam etwas zu reißen. Unsere Mannschaft nimmt das an, was Trainer Runjaic vorgibt und versucht es mit allen Mitteln umzusetzen. Jetzt müssen wir an die letzten guten Leistungen anknüpfen.“ Und das Konto auffüllen. Kosta Runjaic weiß, „dass man absteigt, wenn man bis zum Saisonende nur Unentschieden einfährt“.

Vielleicht geht ja an der Hamburger Straße mehr. Runjaic: „Wir werden alles daran setzen, den klaren Favoriten zu ärgern.“ Definitiv dabei ist Goran Sukalo, der gegen den VfL am Auge genäht werden musste. Zuvor hatte er sich eine Beule in Kaiserslautern gefangen. Runjaic mit Humor: „Goran hat zwei Stempel weg. Die Mitte des Gesichts ist noch frei. Das zeigt einfach, mit welchem Einsatz er spielt.“

Thomas Tartemann

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