MSV-Trainer Runjaic war der gefühlte Sieger

Niederlage zum Auftakt: MSV-Trainer Kosta Runjaic.
Niederlage zum Auftakt: MSV-Trainer Kosta Runjaic.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Der MSV Duisburg verlor das Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern unglücklich mit 1:2 (0:1), doch selbst die Pfälzer lobten die Zebras nach dem Spiel. „Duisburg hat gezeigt, dass es zu den Top-Acht der Liga gehört", sagte FCK-Trainer Franco Foda.

Kaiserslautern.. Mimoun Azaouagh wusste, dass er mit seinem Siegtreffer am Sonntag neun Minuten vor dem Ende die Fußball-Welt im Fritz-Walter-Stadion auf den Kopf gestellt hatte. „Die haben uns schön auseinander genommen“, gab der Torschütze des 1.FC Kaiserslautern zum 2:1 (1:0)-Siegtreffer über den MSV Duisburg zu. Letztlich war es aus Duisburger Sicht bitter. Der neue Trainer Kosta Runjaic war nach einer überzeugenden Leistung der gefühlte Sieger – trotzdem verbleibt Duisburg ohne Punkt am Tabellenende der 2.Liga.

Einzelkritik Zwei Wochen hatte Kosta Runjaic intensiv mit der Mannschaft gearbeitet, am Freitag noch das Kurztrainingslager in Bad Kreuznach, und auch in Kaiserslautern redete er mit seinen Jungs. Einer seiner Gesprächspartner war Valeri Domovchiyski. Der Bulgare war zuletzt nicht nur bei Trainer Oliver Reck unten durch gewesen, bei den Fans hatte er längst keinen Kredit mehr. Runjaic redete den Ex-Berliner in den letzten Tagen stark. Auf der seelischen Massagebank rappelte sich „Domo“ auf.

Der Bulgare war gestern auf der zentralen Mittelfeldposition der überragende Duisburger. Seine starke Leistung krönte er in der 61.Minute, als er für den MSV zum 1:1 ausglich.

MSV-Trainer Runjaic setzte auf Baljak und Lachheb

Der neue Zebra-Coach wartete bei seiner ersten Aufstellung mit weiteren Überraschungen auf. Srdjan Baljak wechselte sich Maurice Exslager als Spitze und Flügelspieler ab, Adli Lachheb kehrte in die Innenverteidigung zurück, rechts verteidigte Benjamin Kern, links Dzemal Berberovic. Antonio da Silva, Sören Brandy und Ranisav Jovanovic saßen nur auf der Bank.

Die runderneuerte MSV-Mannschaft spielte am Betzenberg keck, mutig und ohne Respekt vor dem favorisierten Gegner auf. 20 Minuten mussten die Fans der Roten Teufel warten, ehe ihr Team erstmals vor dem Duisburger Tor für Gefahr sorgte. Baljak und Brosinski hatten für die überraschend offensiv ausgerichtete Duisburger Mannschaft in der Anfangsphase gute Torchancen auf dem Fuß.

MSV Duisburg Fünf Minuten vor der Pause passierte es dann aber doch: Mo Idrissou spielte die Viererkette des MSV aus, Henrick Zuck überwand MSV-Schlussmann Felix Wiedwald mit einem Linksschuss zum 1:0. Der MSV brach nicht ein, kam sogar stärker aus der Kabine zurück.

Der Ausgleich zum 1:1 war hochverdient, Duisburg hatte den Bundesliga-Absteiger im Griff. FCK-Coach Franco Foda lobte nach dem Spiel die Zebras: „Duisburg hat gezeigt, dass es zu den Top-Acht der Liga gehört.“

Azaouagh hatte bei seinem Distanzschuss Glück

Zwar hatte Mimoun Azaouagh bei seinem Distanztreffer Glück, allerdings kam ihm dabei auch eine Unstimmigkeit in der Duisburger Abwehr entgegen. Dustin Bomheuer, der für den an der Hüfte verletzten Lachheb ins Spiel kam, und Branimir Bajic behinderten sich gegenseitig, Bajic wehrte per Kopf zu kurz ab, Azaouagh kam zum Schuss. Der MSV konnte seinen verdienten Lohn nicht einfahren.