MSV-Trainer Ilia Gruev hat den Laden im Griff

Trainer Ilia Gruev vom MSV Duisburg.
Trainer Ilia Gruev vom MSV Duisburg.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Nach dem Trainingslager in Belek lebt Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg von der Hoffnung. Die Lage im Tabellenkeller bleibt prekär. Ein Kommentar.

Duisburg.. Im Trainingslager in Belek ging es in den letzten Tagen offenbar drunter und drüber. Nicht beim MSV Duisburg, sondern im Nachbarhotel beim Zweitliga-Konkurrenten SC Paderborn 07. Die „Neue Westfälische“ berichtete gestern von einem Spieler, der sich in der Hotelbar einer Frau gegenüber entblößt habe. Zudem schrieb das Medium über Blumenkübel im Pool und auf dem Hotelflur urinierende Spieler. Derartige Vorkommnisse sind bei den Zebras derzeit unvorstellbar. Es könnte das große Plus im schweren Abstiegskampf werden: Trainer Ilia Gruev hat den Laden im Griff. Disziplin ist für den Bulgaren oberstes Gebot, die Mannschaft tritt einheitlich und geschlossen auf. Selbstverständlichkeiten – sollte man meinen.

MSV Duisburg konnte den neuen Stürmer Tomané nicht vor Ort scouten

Trotzdem bleibt es dabei: Der MSV lebt auch nach dem Trainingslager vor allen von der Hoffnung. An der prekären Lage im Tabellenkeller hat sich naturgemäß nichts geändert. Hinzu kommt, dass hinter zwei entscheidenden Hoffnungsträgern ein großes Fragezeichen steht. Es ist weiterhin schwer abzusehen, wann, ob und in welchem Rahmen Victor Obinna nach seiner Knieverletzung dem MSV noch helfen kann.

Tomané Ähnlich sieht es beim neuen Stürmer Tomané aus – wenn er denn tatsächlich am Montag auf dem Trainingsplatz stehen wird. Ein intensives Scouting vor Ort war nicht möglich. Der Portugiese kommt als eine große Unbekannte. Und auf ihm ruhen schon vor dem ersten Ballkontakt hohe Erwartungen. Tomané muss sofort zünden.

Im Trainingslager waren auch in diesem Jahr Funktionäre, ehemalige Amtsträger und zahlreiche Fans, die den MSV im Winter schon seit vielen Jahren begleiten, mit von der Partie. Eine Gruppe ist mittlerweile nicht mehr vertreten: die der Sponsoren. Früher war das Trainingslager für die Geldgeber des Vereins eine willkommene Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild davon zu machen, ob das Geld gut investiert ist, und um Netzwerke zu pflegen. Hier hat der MSV Nachholbedarf.