MSV-Trainer Ilia Gruev führt Einzelgespräch mit Janjic

Zlatko Janjic vom MSV Duisburg.
Zlatko Janjic vom MSV Duisburg.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
  • Der Start in die Restrunde war für Fußball-Zweitligist MSV Duisburg bisher ein Schlag ins Wasser.
  • Die schwache Punktausbeute hängt auch mit Leistungsschwankungen von Eckpfeilern zusammen.
  • Mit Zlatko Janjic führte Trainer Ilia Gruev ein Einzelgespräch.

Duisburg.. Wieder ein Spiel verloren, diesmal auch etwas Boden im Fernduell mit der Konkurrenz verloren. Bei der gestrigen Nachbetrachtung auf die 0:2-Niederlage gegen den FC St. Pauli verzichtete Ilia Gruev auf die in diesen Tagen gängige Durchhalteparole, dass noch alles drin ist. Dem Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg bleiben nun nur noch elf Partien, um den Fünf-Punkte-Rückstand auf den Relegationsplatz aufzuholen.

Lienen In dieser Woche stehen gleich zwei Partien an: morgen beim FSV Frankfurt, am Sonntag bei Eintracht Braunschweig. Angesichts der Bilanz von erst zwei Auswärtspunkten in dieser Saison gibt es für die Zebras nur wenige Gründe, mit breiter Brust in den Mannschaftsbus zu steigen.

Obinna nicht in der Startelf

Eine breite Brust wünscht sich Trainer Ilia Gruev bei seinem zentralen Mittelfeldspieler Zlatko Janjic. Janjic war am Sonntag völlig von der Rolle – und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Heute will Gruev das Gespräch mit Janjic suchen und ihm „einige Dinge erklären.“ Gruev: „Man muss die Seite des Spielers und die Seite des Trainers sehen. Da gibt es Unterschiede.“

Angesichts des Formtiefs wäre eine Pause für Janjic morgen denkbar, tatsächlich dürfte er morgen am Bornheimer Hang gegen den FSV Frankfurt für die Zebras auflaufen. Gruev mangelt es an Alternativen für die Zentrale. Victor Obinna, der am Sonntag in der 79. Minute sein Comeback feierte, ist laut Gruev noch kein Kandidat für die Startformation. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Victor erst seit zwei Wochen wieder voll im Training ist. Es geht hier auch um das Risiko, das wir ausschalten wollen“, will der Coach beim Nigerianer einen Rückschlag vermeiden. Gleichwohl registrierte Gruev, dass Obinna nach seiner Einwechslung für Belebung sorgte und immerhin einen gefährlichen Schuss auf das Pauli-Tor abfeuerte.

Über die Niederlage ärgerte sich Gruev auch gestern noch. „Zur Pause hatte es den Anschein, dass wir die Sache im Griff hätten. Ausgerechnet in einer Phase, als wir offensiv noch einmal nachlegen wollten, kommt St. Pauli zum Tor“, so Gruev, der gestern noch mit dem Schicksal haderte: „Glück kannst du nicht trainieren.“

Bajic muss weiter aussetzen

Im Hinblick auf das morgige Spiel könnte es nur eine personelle Veränderung geben. James Holland kehrt nach Ablauf seiner Rotsperre zurück, während diesmal Tim Albutat gesperrt ist. Diese Personalie klärt sich von selbst: Baris Özbek, der am Sonntag Holland vertrat, wird morgen Albutat im defensiven Mittelfeld ersetzen.

Kapitän Branimir Bajic wird auch morgen ausfallen. Die Untersuchung in der Unfallklinik ergab gestern, dass sich der Innenverteidiger keinen Muskelfaserriss zugezogen hat. „Allerdings war eine starke Einblutung zu sehen“, so Gruev, der hofft, am Sonntag in Braunschweig wieder auf Bajic zählen zu können.