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MSV Duisburg

MSV-Spieler Goran Sukalo warnt

13.02.2012 | 20:18 Uhr
MSV-Spieler Goran Sukalo warnt
Goran Sukalo

Duisburg.Auf der rund siebenstündigen Bus-Rückfahrt aus Rostock Richtung Wedau blickten die Spieler des MSV Duisburg größtenteils wortkarg in die Dunkelheit. Der Schock, den die in dieser Höhe überraschende 2:4-Pleite beim FC Hansa auslöste, saß tief.

„Alle bei uns hatten die Gelegenheit, die vielen Stunden zu nutzen, um sich Gedanken zu machen“, stellte Goran Sukalo fest. Der ehemalige slowenische Nationalspieler hatte vor dem Trip an die Ostsee mehrere Tage wegen einer Grippe mit dem Training ausgesetzt, stellte sich dann aber doch noch rechtzeitig zur Verfügung.

Kreidebleich und sichtlich gezeichnet schlich Sukalo nach den 90 Minuten in Rostock in die Kabine. Früher auswechseln lassen, das war nicht sein Ding, obwohl es jeder verstanden hätte. „Ich konnte nicht eher vom Platz. Wenn ich helfe, dann richtig.“ Sukalo erzielte ein reguläres Tor, dazu einen weiteren Treffer, dem die Anerkennung verwehrt wurde. „Mein Arm hat den Ball nicht berührt, ich habe ihn an die Brust bekommen. Hand kann es nicht gewesen sein“, wunderte sich der Mittelfeldspieler. Aber selbst ein 3:3 wäre für die Zebras unter dem Strich kein Anlass zum Jubeln gewesen. Dafür war die Gesamtleistung zu erschreckend.

Unorganisiert, hektisch, brav und fehlerbehaftet präsentierte sich die hochgelobte Duisburger Mannschaft. Rostock verstand es, den MSV mit einfachen Mitteln in die Knie zu zwingen. „Wir hatten Probleme mit der Orientierung, was schnelles und vertikales Spiel anbetraf“, befand Trainer Oliver Reck, „wir müssen einfach mehr einbringen und mehr abrufen, um in solchen Partien zu bestehen.“

Offenbar spukte im Hinterkopf bei einigen Zebras auch der Gedanke: Hansa, die packen wir schon. Trugschluss! „Wir dachten, es wird einfach und wir kreieren 20 Chancen. Aber so geht es nun mal nicht in dieser Liga“, legte Goran Sukalo den Finger in die Wunde.

„Nicht alles in Frage“

Vom Rückfall in alte Herbstzeiten, die den MSV knallhart in die Rotlichtzone der Liga schleuderten, will Sukalo noch nichts wissen. „Wir können nach einem zugegeben schlechten Spiel nicht alles in Frage stellen. Von den acht Partien, die wir unter Olli Reck absolviert haben, waren sieben leistungsmäßig gut. In Rostock haben wir einen ganz schlechten Tag erwischt und nur lange Bälle geschlagen. Es war schlecht von allen. Wir haken das jetzt ab.“

Der Familienvater ballt die Faust: „Ich habe in meiner Karriere oft genug den Abstiegskampf erlebt. Das geht schnell. Plötzlich bist du mittendrin. Wir dürfen das Thema nicht wegschieben, auf der anderen Seite aber auch nicht die Lockerheit verlieren. Wenn wir Angst vor Fehlern bekommen, ist das ganz schlecht.“ Sukalo: „Gegen St. Pauli müssen wir es besser machen.“

Das Debüt von Polen-Stürmer Tomasz Zahorski fiel eher dünn aus. Der 27-Jährige schoss in Rostock ein Mal auf das Tor. „Es war nicht einfach für ihn, Tomasz hatte keine klaren Szenen. Die Abstimmung fehlte, aber er war bemüht. Es war kein Fehler, ihn zu bringen“, urteilte Oliver Reck. Das Warten auf Stürmertore geht bei den abschlussschwachen Duisburgern allerdings weiter. 2012 trafen mit Goran Sukalo (2) und Branimir Bajic (1) jeweils Defensivkräfte.

Thomas Tartemann

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Kommentare
15.02.2012
16:06
MSV-Spieler Goran Sukalo warnt
von Hagrid | #6

"Mehr einbringen", "mehr abrufen" - das sind schon arg hilflose Floskeln. Hört sich so an, als ob der Trainer meinte, er hätte sonst keinerlei taktische Mittel mehr parat - alles hängt nur noch an der individuellen Bereitschaft.
Das lässt Schlimmes erwarten.

14.02.2012
14:46
MSV-Spieler Goran Sukalo warnt
von NurderMSV | #5

Wenn ich mir das Restprogramm ansehe, befürchte ich, daß der MSV nur noch einmal zu Hause gewinnen wird.
Wenn wir wenigstens aus einer sichern Abwehr heraus spielen könnten und die Einstellung stimmen würde!
Freunde, es wird verdammt eng mit dem Klaasenerhalt!

Wenn das schief geht sehe ich schwarz für den MSV!

14.02.2012
13:47
MSV-Spieler Goran Sukalo warnt
von wmrudi | #4

Denke wenn der MSV gestern gegen eine der Mannschaften gespielt hätte,wären die Zuschauer noch mehr auf ihre Kosten gekommen.Sie hätten Tore am Fliessband gesehen!Nur hätten sich die Duisburger nicht am Toerschiessen beteiligt! Mir wird Angst und bange wenn ich an Freitag denke.Pauli spielt sehr schnell,kombiniert gut und sind auch Gedanklich voll da!Denke da noch an das Hinspiel.Das Wort Orientierung wird für den MSV wieder einmal ein Fremdwort sein.Hoffe nur das nicht zuviele Spieler einfach umfallen wie unser Bruno am Sonntag.Vielleicht kommt ja doch einmal ein Ball nach vorne und ein Hamburger wird "unglücklich" angeschossen das er ins Pauli Tor geht.Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.Irgendwie habe ich das Gefühl das die 5.Liga über dem Verein kreisst!KOMISCH!!!

14.02.2012
12:00
MSV-Spieler Goran Sukalo warnt
von DonKlosimHals | #3

JO, ohne einsatzfreudige, mannschaftsdienliche Fußballer lässt sich kein Blumentopf gewinnen. Verfügt man jedoch, wie der MSV über talentierte Fußballer ist ein gewisses taktisches Grundwissen nötig, um das volle Potential der Mannschaft auszuschöpfen und das ist es was ein Olli Reck denen nicht vermitteln kann.Weil sein taktisches Verständnis wahrscheinlich nur bis zur Grenze des 5 Meter Raumes reicht.
Wo ich gerade bei Räumen bin,es ist doch schon sehr auffällig das sich unsere Spieler durch Entgegenstarten zum ballführenden Mitspieler immer den Raum zulaufen,so das dieser Spieler schon nicht mehr in der Lage ist einen Raumgewinn zu erzeugen.Dann biste gezwungen auf engstem Raum zu kombinieren und das bedeutet zu 90 % den sofortigen Ballverlust. wie gegen Rostock bestens zu sehen war.
Olli sollte den Spielern beibringen, ihre Aktionen in den Räumen entsprechend ihrer Position auszuführen( DAFÜR MUSS MAN DIE ABER AUCH DORT EINSETZEN). Mittelfeldspieler sollten z. B . auch nicht in die eigene Abwehr laufen um sich dort die Bälle abzuholen. Der Spieler sollte sich also besser im Mittelfeld in einem relativ freien Raum anbieten, wo er von einem Verteidiger angespielt werden kann. Gleiches gilt auch für den Angreifer. Er bewegt sich in den Räumen vor dem Mittelfeld und versucht dort anspielbereit zu sein. Würde er z. B. ins Mittelfeld zum ballführenden Mitspieler laufen, würde er ihm zum einen den Raum zulaufen und zum anderen als Anspielstation in der Spitze fehlen.NUR MAL SO ALS BEISPIEL UND ICH BIN KEIN TRAINER ODER BESSERWISSER das ist einfachstes taktisches Verständnis, mehr nicht...
Und was passiert beim MSV alle laufen wild durcheinander ohne Sinn und Verstand und dann haste noch ein Trainer dem über Nacht der Geistesblitz getroffen hat und die ganze Truppe umkrempelt.Daran erkennt jeder Laie welches taktische Verständnis unser Trainer hat und der Mannschaft vermitteln kann.EBEN!!! GAR KEINE TAKTISCHE AUSRICHTUNG ES WIRD DUMM RUMGEBOLZT UND MAN WARTET AUF DAS GLÜCK DAS IRGENDWIE EIN DING REINGEHT.Doch eins ist sicher wenn man sich auf was verlässt ist man meistens verlassen.
Wichtig im Fußball ist auch immer die optimale Ausnutzung des Raums. Mehr Raum bedeutet immer mehr Zeit und weniger Druck.
RICHTIG ERKANNT HERR RECK:
„Wir hatten Probleme mit der Orientierung, was schnelles und vertikales Spiel anbetraf“, befand Trainer Oliver Reck, „wir müssen einfach mehr einbringen und mehr abrufen, um in solchen Partien zu bestehen.“
Deswegen ist auch immer die optimale Ausnutzung des Raums wichtig im Fußball. Mehr Raum bedeutet immer mehr Zeit und weniger Druck.
Aber um das um zusetzen ist es unabdingbar für günstige Anspielstationen vor dem gegnerischen Tor zu Sorgen und dafür ist eine ständige Bewegung der Offensivspieler nötig.( FUNKTIONIERT BEI UNS GARNICHT WEIL DIE SICH NICHT BEWEGEN,""ASTHMA ODER WAS LOS ""Denn in der Regel ist dort immer ein günstiger Raum für einen Pass zum Mitspieler, wo gerade ein anderer Mitspieler raus gelaufen ist, ein Gegenspieler ihn verfolgt und ein weiterer Mitspieler hineinstartet.Außerdem kann man sogenannte Positionswechsel (Rochaden) anwenden, um kompakte Defensivverbunde aufzulockern.UND WAS HABEN SIE MIT DER MANNSCHAFT IM TÜRKISCHEM TRAINIGSLAGER GEMACHT ???Land studiert und Dönerspezialitäten probiert.Das kann es nicht sein Herr Reck,auch wenn Sie schon in 100 Abstiegskämpfen standen,diesen Kampf werden Sie mt ihrem Wissen gnadenlos auf KOSTEN des MSV verlieren. SIEHE UND LERNE, MÖNCHENGLADBACH ein Trainer mit einem grandiosem taktischem Verständnis macht aus einer Truppe die vor dem Abstieg stand einen Mesterschaftsanwärter.Nur bei MSV geht das nicht weil immer am falschem Ende gespart wird.

14.02.2012
10:29
MSV-Spieler Goran Sukalo warnt
von sosogehtes | #2

#1 ich kann dir nur voll zu stimmen. Was sagte Reck
„Wir hatten Probleme mit der Orientierung, was schnelles und vertikales Spiel anbetraf“, befand Trainer Oliver Reck, „wir müssen einfach mehr einbringen und mehr abrufen, um in solchen Partien zu bestehen.“

Wofür ist ein Trainer da ?? Gerade er sollte dies seiner Mannschaft erklären und nicht nachher sich immer selber in Frage stellen und alles schönreden.
Wir brauchen einen Trainer der ein System einer Mannschaft verpasst. Hier sehe ich beim MSV leider keins. Wieso fährt man in ein Traingslager und haut danach die Bälle nur lang nach vorne. Was wird da eigentlich trainiert ?

14.02.2012
07:32
MSV-Spieler Goran Sukalo warnt
von BigBadBull | #1

kommt davon, wenn man eine Mannschaft so durcheinander würfelt, dass es automatisch zu einem Hühnerhaufen wird.

Vorne im Sturm EINE Änderung mit Zahorski und gut wär gewesen....aber nöööö....man muss ja nach dem Frankfurt-Spiel ALLES ummodeln, weil man da ja (mehr als unglücklich) verloren hat.
Was für eine riesen Shice!!!

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