MSV schließt seine Transferplanungen ab
13.01.2010 | 11:00 Uhr 2010-01-13T11:00:00+0100
Duisburg. Bruno Hübner staunte nicht schlecht, als er sich gestern die Trainingseinheit der Profis des MSV Duisburg auf dem Kunstrasenplatz an der Westender Straße anschaute.
Die Rasenfläche war grün, ringsherum türmten sich weiße Schneehaufen, wie man sie sonst nur von perfekt präparierten Skipisten kennt.
„So einen Winter gab es in Deutschland seit Jahren nicht. Die Schneemassen sind unglaublich. Da der Platz morgens geräumt wurde, konnten die Jungs aber ordentlich trainieren”, so Hübner. Die Variante, doch noch einmal aufzubrechen und ein zweites Trainingscamp in Bad Kreuznach abzuhalten, wurde verworfen. Hübner: „Der Schnee liegt schließlich flächendeckend, auch wenn es in Bad Kreuznach weniger Niederschlag gibt als in anderen Gegenden. Aber es wäre kein Vorteil gewesen, die Zelte dort noch einmal aufzuschlagen.”
Kurz vor dem Rückrundenstart am Sonntag gegen den FSV Frankfurt (13.30 Uhr, MSV-Arena) sind die personellen Veränderungen bei den Zebras abgeschlossen. Den Abgängen von Mittelfeld-Trickser Chavdar Yankov (Metallurg Donezk) und dem in Duisburg seltsam stagnierenden Chinedu Ede (Union Berlin) steht Neuverpflichtung Srdjan Baljak (FSV Mainz 05) gegenüber. „Im Moment ist es nicht angedacht, noch jemanden zu holen oder weitere Spieler abzugeben. Da wir aktuell nur 14 gesunde Akteure zur Verfügung haben, ist der Grat, auf dem wir uns bewegen, ohnehin schmal”, so Hübner.
Für den Auftakt gegen die abstiegsbedrohten Frankfurter steht Torjäger Sören Larsen noch nicht zur Verfügung. Zwar trainiert der Däne nach seinem langwierigen Zehenbruch wieder voll mit, hat aber noch leichte Probleme. Hübner: „Wir gehen bei Sören kein Risiko ein und arbeiten auf das Auswärtsspiel bei Energie Cottbus hin.”
Ex-Kapitän Björn Schlicke konnte nach seiner Muskelverletzung gestern wieder mitmischen, so dass sich zumindest in der Innenverteidigung die Alternativen für Chefcoach Milan Sasic wieder erhöhen. Grundsätzlich geht Manager Hübner davon aus, dass sich der MSV im Rückrundenverlauf steigert und mehr Fahrt aufnimmt, als es zu Beginn der Serie der Fall war.
„Die Mannschaft hat die Ideen von Milan Sasic akzeptiert und hat in den letzten Wochen gut gearbeitet. Vom Gefühl her glaube ich, dass die Truppe gereifter und mehr zusammengewachsen ist. Jeder hat erkannt, was für Möglichkeiten wir bei einem guten Lauf in der Rückrunde haben.”
Allerdings kann Bruno Hübner auch genau einordnen, wie eng die Konkurrenten beieinander liegen. „Ich bin zusammen mit dem Karlsruher SC aus der Türkei zurückgeflogen. Das ist auch keine schlechte Mannschaft, die sicherlich in den kommenden Wochen einige Plätze gutmachen wird. Der KSC hat sogar einen etwas höheren Etat als wir”, so der 48-Jährige. Hübner: „Wenn du ein paar Vereine hast, die sich beim Budget in etwa bei 8,5 Millionen Euro einpendeln, dann kann am Ende ein einziger Spieler entscheidend sein, ob du ganz vorne landest oder nicht.”
Im Moment ruhen große Hoffnungen auf Neuverpflichtung Srdjan Baljak, da Sören Larsen noch nicht bei 100 Prozent ist und sich Sandro Wagner durch die Reha quält. „Baljak hat bisher einen guten Eindruck hinterlassen und geht dahin, wo es gefährlich ist”, so Hübner.

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