MSV schlägt Kreisligist Neuenkamp locker und leicht mit 18:0

Augen zu und durch: Dan-Patrick Poggenberg und der MSV Duisburg verloren bei ihrem 18:0-Erfolg gegen Neuenkamp aber nur selten den Überblick.
Augen zu und durch: Dan-Patrick Poggenberg und der MSV Duisburg verloren bei ihrem 18:0-Erfolg gegen Neuenkamp aber nur selten den Überblick.
Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Kreisligist Blau-Weiß Neuenkamp hatte bei der Austragung des Stadtwerke-Spiels gegen den Zweitliga-Neuling eine organisatorische Herkulesaufgabe zu bewältigen. Die Zebras siegten 18:0.

Duisburg.. Vor 1800 Zuschauern veranstaltete Fußball-Zweitligist MSV Duisburg beim B-Kreisligisten Blau-Weiß Neuenkamp ein Preisschießen und siegte 18:0 (8:0). Trainer Gino Lettieri ließ die Spieler auflaufen, die beim 4:0-Erfolg über den Duisburger SV 1900 nicht zum Einsatz kamen.

Mittelfeld-Routinier Pierre De Wit sammelte vor seinem Operationstermin in Berlin, den er am kommenden Mittwoch wahrnehmen wird, noch einmal Wettkampfpraxis. De Wit muss wegen eines nachwachsenden Nervs, der ihm Schmerzen bereitet, an der Leiste operiert werden und verpasst deswegen das Trainingslager in Tirol.

Sonst kommen nur rund 100 Zuschauer

De Wit Das Freundschaftsspiel, das die Neuenkamper bei der Stadtwerke-Verlosungsaktion „Dein Verein gegen die Zebras“ gewonnen hatten, verlangte dem Fusionsklub nicht nur auf dem Rasen, sondern auch organisatorisch alles ab. Blau-Weiß-Vorsitzender Bernd Fritzenwanker sprach von einer „großen Herausforderung“. Der Klubchef räumte ein: „Das MSV-Spiel war der krönende Abschluss einen intensiven, zweieinhalbwöchigen Organisation.“ Im „normalen“ Meisterschaftsbetrieb begrüßen die Neuenkamper gewöhnlich um die 100 Zuschauer. „Ordner sind dabei nicht erforderlich. Gegen den MSV hatten wir 30 Helfer im Einsatz, die das alles für eine Bratwurst und ein Bier gemacht haben“, wie Fritzenwanker mit einem Zwinkern erklärte.

[kein Linktext vorhanden] Blau-Weiß-Geschäftsführer Jürgen Peppmüller kümmerte sich mit anderen engagierten Mitstreitern um die Detailarbeit. „Ohne den Stadtsportbund hätten wir es nicht geschafft. Auch das Technische Hilfswerk hat uns unheimlich unter die Arme gegriffen“, so Peppmüller. Als die Pumpe für die Platzbewässerung ihren Geist aufgab, rückte das THW mit zwei Lastkraftwagen in Neuenkamp an und stellte dem Kreisligisten eine Übergangspumpe zur Verfügung. Peppmüller: „Zudem mussten Bäume heruntergeschnitten werden und alte Holzbänke, die schon morsch waren, repariert werden.“

Letzter MSV-Besuch ist lange her

Für die rührigen Neuenkamper war der Auftritt des MSV, bei dem auch die nicht im Kader stehenden Kingsley Onuegbu sowie Branimir Bajic vor Ort waren und fleißig Autogramme schrieben, ein Highlight. „Das letzte Mal waren die Zebras vor 43 Jahren hier. Das habe ich als Kind noch erlebt. Damals war ein Spieler unserer ersten Mannschaft während einer Partie verstorben. Der MSV trat mit Michael Bella, Detlef Pirsig und Hannes Linßen zum Benefizspiel an“, erinnert sich Neuenkamps Vorsitzender, dessen Herz durchaus für die Zebras schlägt: „Ich bin allerdings aus Zeitgründen selten im Stadion.“ Manchmal kommt der Berg eben auch zum Propheten...

  • Blau-Weiß Neuenkamp – MSV Duisburg 0:18 (0:8)
  • MSV: Ratajczak (59. Schumacher) – Bohl (63. Dum), Kühne, Meißner, Poggenberg – Wiegel (63. Behr), Albutat, De Wit (54. Klotz), Grote (63. Engin) – Iljutcenko, Janjic
  • Tore: 0:1, 0:2 Bohl (6., 8.), 0:3 Janjic (15.), 0:4 Iljutcenko (17.), 0:5 (Janjic (36., Foulelfmeter), 0:6, 0:7 Iljutcenko (38., 43.), 0:8 Janjic (45.), 0:9 Özdem (50., Eigentor), 0:10 Poggenberg (52,), 0:11, 0:12 Wiegel (55., 57.), 0:13 Grote (60.), 0:14 Iljutcenko (64.), 0:15 Kühne (66.), 0:16 Dum (68.), 0:17 Janjic (83.), 0:18 Engin (84.)