MSV-Profis machten Abstecher ins Stahlwerk
15.10.2012 | 20:04 Uhr 2012-10-15T20:04:00+0200
Duisburg. Trainer Kosta Runjaic und seine Mannschaft vom MSV Duisburg unternahmen eine Besichtigungstour bei HKM in Hüttenheim. Sie zeigten sich beeindruckt und für Maurice Exslager kam sogar ein Berufstipp hinzu.
Fans, so bekamen es die Spieler des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg am Montag vor dem Start ihrer Besichtigungstour durch das Hüttenheimer HKM-Stahlwerk zu hören, gebe es viele unter den dortigen Arbeitern. Erkannt wurden die Zebras dann aber doch nur recht selten während ihres Rundgangs – am ehesten noch an ihrem Mannschaftsbus, mit dem sie das weitläufige Gelände durchquerten. Mit Helm, orangener Jacke und Schutzbrille waren Bajic, Sukalo und Co. allerdings auch kaum von üblichen Besuchern zu unterscheiden.
Grubenfahrten haben MSV-Profis in früheren Jahren schon öfter unternommen, bei Krupp-Mannesmann im Duisburger Süden waren sie bislang aber eher selten anzutreffen. Die Gelegenheit wollte sich dann auch letztlich kaum einer entgehen lassen: Kosta Runjaic hatte seinen kompletten Trainerstab sowie Manager Ivo Grlic mitgebracht; von den Spielern fehlte nur der verletzte Markus Bollmann . Näher bekannt war die HKM-Anlage vorher nur einem: Jungprofi Stephan Hennen, einziger gebürtiger Duisburger im Kader, hat auch ganz in der Nähe beim VfL Süd das Fußballspielen gelernt.
„Wenn Sie mal nicht mehr Fußball spielen wollen, sind Sie bei uns willkommen“
Den ersten Abstecher machten die Meidericher Kicker in die Ausbildungswerkstatt, deren Leiterin Gabriele vom Ende ihnen sogar eine Zukunftsperspektive aufzeigte: „Wenn Sie mal nicht mehr Fußball spielen wollen, sind Sie bei uns willkommen.“ Da konnte es sich Kapitän Branimir Bajic nicht verkneifen, kurz „Exe“ zu rufen und dem Youngster Maurice Exslager damit einen „Berufstipp“ zu geben . . .
Beeindruckt waren die Gäste dann vom Besuch im Stahlwerk selbst. „Sensationell“, fand beispielsweise Abwehrrecke Adli Lachheb , wie mit den bis zu 2500 Grad heiß werdenden Konvertern gearbeitet wird. Kosta Runjaic machte derweil Fotos per Handy-Kamera – und vielleicht gab es ja dabei auch Inspirationen, wie man im heißen Abstiegskampf einen kühlen Kopf behält.

08:36
Erinnert ganz vage an Max Merkel, der seine Jungs mal an den Schichtarbeitern hat vorbeitraben lassen, die morgens um 5 oder 6 ins Werk fuhren. Das sollte zeigen, wer hart arbeitet, wenig Kohle hat und viel ausgibt für die Jungs.
01:45
Das Foto mit Goran Sukalo ist eine Fotomontage.Beim Chargieren mit Roheisen,wird man weit und breit keine Besucher sehen.Das Arbeiten am Hochofen,bzw in einem Oxygen-Stahlwerk ist immer noch sehr gefährlich.
@4,
es gab auch Zeiten, da standen Leiharbeiter in Turnschuhen an den Konvertern. Aber das natürlich ohne Presse
Das Foto ist echt, war selbst schon dort. Arbeite bei HKM am Hochofen
Das Foto ist zu 100% keine Fotomontage, ich habe noch mehr Bilder gesehen, einfach mal bei Google nach der Fotodatenbank des Duisburger Fotografen Reichwein suchen.
22:15
Das ist natürlich ein reiner Promoauftritt, wobei ich nicht ausschließe, dass es für die Spieler interessant war. Das sei ihnen auch geönnt.
Aber auch in Duisburg steht nicht mehr jeder am Hochofen oder arbeitet gar unter Tage. Eigentlich macht das fast keiner mehr. Das ist nur das traditionelle Image was man hoch hält. Auch in Duisburg ist längst Dienstleistung angesagt. Aber MSV-Profis im Versicherungsbüro, beim Klempner, im Rathaus oder in der KFZ-Werkstatt machen halt nicht besonders viel her. Also gehts ale 2 Jahre ab unter Tage oder halt mal ans Feuer ...
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Auch wenn es "nur" ein Promoauftritt ist, so passt es doch zum Image des Vereins. Und was Imagepflege betrifft hat unser leidgeprüfter Verein ne Menge an Nachholbedarf. Leben. Liebe. Leidenschaft...und ehrliche Maloche. Da passt ein Sukalo bestens ins Bild
21:45
Ach warum nicht .
Denke der Besuch hat wohl auch was physiologischen Hintergrund , damit die Spieler sehen wie hart manch Fans arbeiten müssen um sich die Karten für das Stadion leisten zu können .
Vielleicht macht es nun bei den einen oder anderen Spieler klick und die restlichen blockaden im Kopf sind nun gelöst.
21:25
Die Burschen sollen ruhig mal gucken wie man mit harter Arbeit Geld verdient...und einen Berufstipp falls es mit dem Klassenerhalt nicht klappt hätte ich auch: Ballaufpumper !!!