MSV-Präsident Ingo Wald sieht noch viel Arbeit vor sich

Ingo Wald wird aller Voraussicht nach weiter Vorstandschef des MSV bleiben.
Ingo Wald wird aller Voraussicht nach weiter Vorstandschef des MSV bleiben.
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Präsident und seine Vorstandsmannschaft haben bei der Mitgliederversammlung des Duisburger Drittligisten am 3. Februar keine Gegenkandidaten.

Duisburg.. Beim Tagesordnungspunkt Wahlen zum Vorstand wird sich die Spannung bei der Mitgliederversammlung am Dienstag, 3. Februar, im Theater am Marientor in Grenzen halten. MSV-Präsident Ingo Wald wird mit seiner Crew als einziges Team an den Start gehen. Bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am Montag hat kein weiterer Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen.

Erstmals wählen die Mitglieder ihre Vereinsführung nach der neuen Satzung, die sie vor zwei Jahren verabschiedet haben. Früher wählte der damalige Aufsichtsrat einzelne Vorstandsmitglieder, nunmehr stimmen die Klubmitglieder über komplette Vorstandteams ab.

Jurist Steinke ist neu dabei

Ingo Wald holte mit Udo Steinke einen neuen Mann ins Team. Der ehemalige Ratsherr ist Jurist und derzeit als Justiziar für die GEBAG tätig. Der 55-Jährige erweitert damit das Spektrum in der Vorstandsmannschaft. „Mir ist es wichtig, einen Juristen im Team zu haben“, so Wald, der den neuen Mann als „seriös, gelassen und kompetent“ schätzt. Während Sebastian Runde ausscheidet, gehören Wald-Vorgänger Udo Kirmse, Bernard Dietz und Robert Philipps auch weiterhin der Vorstandsmannschaft an.

Die Wahl dieses Teams gilt als sicher. Wald hätte sich auch gerne einer Konkurrenzmannschaft gestellt. „Weil dann das Votum klarer wäre“, sagt der 56-Jährige. Mit seiner Vorstandsmannschaft setzt der MSV-Chef auf Kontinuität und will in den kommenden vier Jahren den eingeschlagenen Weg der Konsolidierung fortsetzen.

„Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, sagt Wald, der indes sehr gut weiß, dass es am Ende vorrangig auch von den Ergebnissen auf dem Fußball-Platz abhängen wird. Auf Dauer ist die 3. Liga in Duisburg nicht darstellbar. In dieser Saison hat der MSV seinen Etat erhöht und mit Mittelfeldspieler Martin Dausch gerade noch einmal nachgelegt. Ein Transfer, der für den MSV keine Selbstverständlichkeit ist – am Ende aber trotzdem realisiert werden konnte. Auch der Ex-Berliner erfüllt ein Anforderungsprofil des Präsidenten: „In den Gesprächen mit unserem Sportdirektor Ivo Grlic legte ich Wert darauf, dass wir Spieler mit Zweitliga-Qualität holen.“

Mit welchem Schriftzug auf der Brust Dausch und Co. am 31.Januar im ersten Ligaspiel in Halle auflaufen werden, ist noch offen. Die Verhandlungen mit einem neuen Trikotsponsor laufen. Das Jersey mit dem Zoo-Aufdruck war nur bis zum Ende des Jahres 2014 ausgelegt. Laut Wald steht derzeit ein lokales Unternehmen im Fokus, für die Restrückrunde seinen Namen zu geben. Für einen weiteren Transfer käme das frische Geld aber zu spät, da am 31. Januar die Wechselfrist endet.