MSV-Manager Ivica Grlic ist Duisburgs Trümmermann

MSV-Sportdirektor Ivica Grlic mit Dennis Grote, dem einstigen Bochumer.
MSV-Sportdirektor Ivica Grlic mit Dennis Grote, dem einstigen Bochumer.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der MSV Duisburg hat es wieder in die Zweite Liga geschafft und setzt auf Strukturen, mit denen man auch nach „Rückschlägen auf Kurs bleiben kann“.

Duisburg.. „Es gäbe nichts Schlimmeres, als mit Duisburg nach nur einer Saison wieder abzusteigen.“ Martin Dausch hat das gesagt, der Mann, der in den Augen vieler MSV-Fans in der vergangenen Saison das entscheidende Puzzleteil bei den Duisburgern war, die nun nach zweijähriger Abstinenz wieder der Zweiten Liga angehören.

Dausch, von Union Berlin zum MSV Duisburg gewechselt, gehört an der Wedau zu den Hoffnungsträgern. Geholt werden konnte der Mittelfeldmann nur dank sprudelnder Merchandising-Einnahmen. Den zweitbesten Merchandising-Umsatz in der Vereinsgeschichte erzielten die Duisburger, denen 2013 die Zweitliga-Lizenz verweigert worden war, ausgerechnet in der Dritten Liga. Ein Wert, der Mut macht. Im Westen des Ruhrgebiets hat man inzwischen den Scherbenhaufen von einst zusammen gekehrt, um mit Augenmaß die Zukunft zu planen. Ivica Grlic, der Sportdirektor: „Wir haben Strukturen geschaffen, die es uns erlauben, auch bei Rückschlägen auf Kurs zu bleiben.“

Grlic "steht für den neuen Weg in Duisburg"

Grlic ist sozusagen der Duisburger Vorzeige-Trümmermann. Der ehemalige Profi floh nicht, als das MSV-Kartenhaus zusammen fiel, sondern packte sofort wieder an. Er steht für Kontinuität, Entscheidungen sollen nicht mehr davon abhängig gemacht werden, ob der MSV gerade gewonnen oder verloren hat. „Ivo steht für den neuen Weg in Duisburg. Für uns ist er der vielleicht wichtigste Baustein für die Zukunft“, sagte Vorstandschef Ingo Wald und verlängerte den Vertrag von Grlic bis 2020. Serie

Aber auch Ivica Grlic und Trainer Gino Lettieri sind sich bewusst, dass es stimmt, was Thomas Bröker, der aus Köln gekommene Stürmer, sagt: „Es gibt fünf, sechs Vereine, die ganz klar um den Aufstieg mitspielen. Für uns aber geht es um den Klassenerhalt.“ Neben Bröker kennt sich noch Rückkehrer Dustin Bomheuer, der in Düsseldorf nicht glücklich geworden ist, in der Zweiten Liga aus. Stanislav Iljutcenko (Osnabrück), Andreas Wiegel und Simon Brandstetter (beide Erfurt) müssen diese Erfahrung erst noch machen. Und Tim Albutat hat man in Freiburg ausgeliehen. Auch Dan-Patrick Poggenburg (Wolfsburg) ist ausgeliehen, hat sich aber einen Schienbeinbruch zugezogen. Und Pierre de Wit muss nach einer Leisten-OP pausieren.