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MSV-Kicker Meißner bekommt Glückwünsche aus Schweinfurt

03.03.2016 | 22:00 Uhr
MSV-Kicker Meißner bekommt Glückwünsche aus Schweinfurt
Jubelt wie ein erfahrener Torjäger: Torschütze Thomas Meißner (links) mit Nico Klotz.Foto: imago

Duisburg.   Beim Remis in Frankfurt erzielte Thomas Meißner sein erstes Zweitligator. Trainer Ilia Gruev wertet das Unentschieden als "Punkt des Willens".

Thomas Meißner durfte am späten Mittwochabend auf seinem Handy viele Kurznachrichten abarbeiten. Viele Freunde – vor allem aus der Heimatstadt Schweinfurt – gratulierten dem Abwehrkicker des MSV Duisburg zu seinem ersten Zweitligator. Meißner hatte im Spiel beim FSV Frankfurt in der Nachspielzeit das 3:3 erzielt.

Spielbericht
Meißner rettet für den MSV in letzter Sekunde einen Punkt

Die Zebras erreichen in einem verrückten Spiel beim FSV Frankfurt noch ein 3:3. Haarsträubende Abwehrfehler brachten das Team ins Hintertreffen.

Meißner als Torschütze – das ist wie Schnee im Frühling: kommt selten vor. Zuletzt hatte „Meise“ im September 2012 für die U 23 von Borussia Dortmund gegen die Stuttgarter Kickers per Elfmeter getroffen. Sein letztes Tor aus dem Spiel heraus erzielte er im September 2010 beim BVB-II-Sieg in Trier.

Meißners Last-Minute-Treffer schenkte den Zebras den „Reason to believe“, den Rod Stewart einst besang – den Grund, weiter an die Wende zu glauben. Dass sich die Situation für den Tabellenletzten an diesem Spieltag weiter verschlechtert hat: für den Moment geschenkt. Doch die Kluft zum Relegationsrang hat sich durch den Münchener Sieg in Kaiserslautern weiter vergrößert, der Rückstand des MSV beträgt nun schon sieben Punkte und neun Tore.

MSV mit mehr Jokertoren als alle anderen Klubs

„Wir können nicht verhindern, dass andere Mannschaften punkten. Wir müssen auf uns selbst schauen“, sagt MSV-Trainer Ilia Gruev, der das Resultat in Frankfurt als „Punkt des Willens“ bezeichnet. Gruev: „Das ist der MSV, wie er sein muss: Immer kämpfen bis zum Umfallen. Das Spiel hat gezeigt, dass die Mannschaft Charakter hat. Wir können stolz sein.“ Thomas Meißner ergänzt: „Der späte Ausgleich spricht für uns. Es war wichtig für die Köpfe.“

Özbek
MSV-Spieler Özbek:

Sein Debüt für den MSV hat sich Baris Özbek etwas anders vorgestellt. Wir sprachen nach dem 0:2 gegen St. Pauli mit dem Mittelfeldspieler.

Natürlich weiß Ilia Gruev, dass auch am Mittwoch einiges im Argen lag – vor allen in der Abwehr: „Wenn du dir noch einmal die Gegentore anschaust, bekommst du als Trainer Kopfschmerzen.“ Sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit schlug es kurz nach dem Anpfiff im Duisburger Tor ein. Damit war das MSV-Konzept jeweils früh über den Haufen geworfen.

Am Ende stand für Gruev trotz der Freude über den Punktgewinn die bittere Erkenntnis: „Wenn du auswärts drei Tore schießt, musst du das Spiel auch gewinnen.“ Immerhin konnte der MSV am Bornheimer Hang in einer Statistik auf den ersten Platz klettern. Stanislav Iljutcenko und Kingsley Onuegbu trafen jeweils kurz nach ihren Einwechslungen. Damit kommt der MSV nun schon auf sieben Jokertore – das kann kein anderes Team aus der Liga vorweisen.

Rückschlag für Obinna

Am Sonntag geht es nun zum Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig. Der MSV wird erneut Außenseiter sein, benötigt aber trotzdem einen Dreier. Es passt zum Saisonverlauf, dass den Coach auch im Vorfeld dieser Partie neue personelle Sorgen plagen.

Lienen
Ewald Lienen leidet mit dem MSV Duisburg

Der frühere MSV-Coach in Diensten des FC St.Pauli sagte nach dem 2:0-Sieg seines Teams: „Es tut mir in der Seele weh“

Abwehrspieler Dan-Patrick Poggenberg knickte vor dem Frankfurt-Spiel im Abschlusstraining um, sodass er nicht spielen konnte. Auch Victor Obinna gehörte nicht dem Kader an. Der Nigerianer hatte im St.-Pauli-Spiel einen Schlag auf das lädierte Knie bekommen. Nun plagen ihn wieder Schmerzen, er absolviert derzeit nur Einzeltraining. Kapitän Branimir Bajic, der mit einer Wadenverletzung außer Gefecht war, steigt am Freitag eventuell ins Mannschaftstraining ein. Welche Spieler bis zum Braunschweig-Spiel rechtzeitig fit werden, mochte Gruev am Donnerstag noch nicht beurteilen.

Mit Tim Albutat, der in Frankfurt gesperrt war, kehrt im defensiven Mittelfeld hingegen eine Alternative zurück. Hier wird Gruev sogar die Qual der Wahl haben. Albutat, James Holland und Baris Özbek bewerben sich um zwei Plätze. Özbek lieferte zuletzt zwei gute Leistungen ab und drängt sich somit auf. „Wir dürfen nicht vergessen, dass er vorher lange nicht gespielt hatte und eine englische Woche viel Kraft kostet“, merkt Gruev an.

Dirk Retzlaff und Thomas Kristaniak

Kommentare
05.03.2016
16:14
MSV-Kicker Meißner bekommt Glückwünsche aus Schweinfurt
von MeidericherSV85 | #2

"Glückwünsche aus Schweinfurt" dann kann Meißner ende der Saison nach Schweinfurt 05 wechseln, da wäre er glaube ich besser aufgehoben ;-)

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MSV-Kicker Meißner bekommt Glückwünsche aus Schweinfurt
MSV-Kicker Meißner bekommt Glückwünsche aus Schweinfurt
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2016-03-03 22:00
MSV, Sports, Duisburg, Frankfurt, 2. Bundesliga
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