MSV gegen Arminia - Treffen von "gefühlten Zweitligisten"

MSV-Keeper Michael Ratajczak geht motiviert in das Heimspiel gegen Bielefeld.
MSV-Keeper Michael Ratajczak geht motiviert in das Heimspiel gegen Bielefeld.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Tabellenzweiter Arminia Bielefeld gegen den Dritten MSV Duisburg: Für Spannung ist gesorgt. MSV-Keeper Michael Ratajczak erwartet eine tolle Kulisse.

Duisburg.. Arminia Bielefeld, am kommenden Sonntag (14 Uhr, Schüco-Arena) Gegner des MSV Duisburg, erfährt trotz des sportlichen Absturzes in die 3. Liga ungeahnte Unterstützung. Mit 6417 verkauften Dauerkarten toppten die Ostwestfalen die Marke aus der vergangenen Saison. Zudem zogen die Mitgliederzahlen stark an: Über 9000 Menschen sind aktuell Arminia-Mitglied. Bis zum 111. Gründungsjubiläum im Jahr 2016 strebt der Klub die Marke von 11 111 Vereinsangehörigen an.

„Am Sonntag treffen zwei gefühlte Zweitligisten aufeinander“, sagt Duisburgs Torwart Michael Ratajczak. Wenn alles optimal läuft, ist der MSV am Saisonende auch faktisch wieder unter den 36 besten Deutschen Profivereinen präsent.

Ein Sieg in Bielefeld würde die Duisburger Aktien erheblich ansteigen lassen. „Ich freue mich auf das Spiel“, sagt „Rata“, der weiß, wie sich ein Aufstieg anfühlt. Gemeinsam mit Trainer Norbert Meier schaffte der Keeper mit Fortuna Düsseldorf im Mai 2012 nach dramatischen Relegationsspielen gegen Hertha BSC den Sprung in die Bundesliga.

Am Sonntag sehen sich Ratajczak und Arminia-Coach Meier als Gegner wieder. „Rata“ sieht die Konstellation aber keineswegs als privates Duell. „Natürlich treffe ich auf Norbert Meier, aber das ist nur eine Randnotiz.“ Den Reiz der Partie machen andere Dinge aus. Ratajczak: „Örtlich und tabellarisch liegen beide Vereine dicht beieinander. Für mich als Torwart ist das vor der zu erwartenden großen Kulisse ein tolles Spiel.“

„Kleinigkeiten entscheiden“

3. Liga Bisher haben die Zebras den Löwenanteil ihrer Punkte in den Heimspielen eingefahren. Sieben Siege und sechs Remis brachten 27 Zähler auf eigenem Platz. Auswärts ist die Bilanz mit vier Siegen, drei Remis und vier Pleiten ausgeglichen. Ratajczak: „Nur zu Hause zu gewinnen, das wird nicht reichen. Die Gegner, die zu uns kommen, sind alle heiß, hier etwas mitzunehmen. Wir wollen nicht hoffen, dass die Serie in der Schauinslandreisen-Arena reißt. Wir müssen auf der Zielgerade noch acht Mal auswärts ran und alles dafür tun, in jedem Spiel zu bestehen.“

Manager Ivica Grlic blickt nach dem perfekten Start in die Restrunde relativ gelassen auf den Alm-Hit. „Das Spiel in Bielefeld macht mich überhaupt nicht kribbelig. Das ist doch etwas Schönes, wenn man zu so einem Spitzenduell fährt. Wir haben eine gute Ausgangslage, können uns mit der Arminia messen. Einen Favoriten sehe ich da nicht. Dieses Spiel wird durch Kleinigkeiten entschieden.“

Zwei Siege bringen Zuversicht

Grote Was dem früheren Nationalspieler gut gefiel, war die Art und Weise der herausgespielten Tore gegen den Chemnitzer FC. „Beim 1:0, 2:0 und 3:0 hat man gesehen, welche Stärken unsere Mannschaft besitzt. Dass wir sechs Punkte aus den ersten zwei Begegnungen geholt haben, stimmt mich sehr zuversichtlich. Man darf nicht vergessen, dass sich bei uns an jedem Wochenende ein anderer Spieler verletzt und wir das trotzdem immer auffangen. Das zeigt die Qualität, die in unserem Kader steckt.“ Arminia Bielefeld sollen diese MSV- Stärken am Sonntag vor Augen geführt werden.