MSV Duisburg will sich in Paderborn mit Sieg zurückmelden

Giorgi Chanturia dankt dem Fußballgott: Im Hinspiel traf der „georgische Messi“ gegen den SC Paderborn zum ersten Saisonsieg für den MSV Duisburg.
Giorgi Chanturia dankt dem Fußballgott: Im Hinspiel traf der „georgische Messi“ gegen den SC Paderborn zum ersten Saisonsieg für den MSV Duisburg.
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Was wir bereits wissen
Ein Erfolg in Paderborn - und der MSV spielt plötzlich im Abstiegskampf wieder eine Rolle. Trainer Ilia Gruev muss Wolze und Feltscher ersetzen.

Duisburg.. Da liegt er nun, der Ball. Zwar noch nicht auf dem Elfmeterpunkt, sondern nur in aussichtsreicher Freistoßdistanz. Lassen wir einmal außen vor, dass die Standardsituation für den Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg derzeit nicht die Spezialdisziplin ist: Die Zebras spielen am Freitag beim SC Paderborn 07 (18.30 Uhr, Benteler-Arena/live in unserem Ticker) und können mit einem Sieg im Abstiegskampf plötzlich wieder eine Rolle spielen, von der sie vor drei Wochen nicht einmal zu träumen gewagt haben.

Gruev/Iljutcenko Manchmal geht im Fußball-Geschäft alles sehr schnell: Im Hinspiel feierte der MSV gegen Paderborn seinen ersten Saisonsieg. Tags drauf feuerte der SCP Trainer Martin Gellhaus und verpflichtete Stefan Effenberg, um mit dem Tiger das Ruder herumzureußen. Heute steigt das Rückspiel, und „Effe“ ist schon längst wieder weg.

Nachfolger René Müller will nicht nur die Zeit der Skandale und Skandälchen vergessen lassen, sondern den Bundesliga-Absteiger vor einem erneuten Absturz bewahren. Das mag den Zebras nicht gefallen: Nicht nur der in den letzten drei Auswärtsspielen unbesiegte MSV hat viel Selbstvertrauen getankt, auch Paderborn ist wieder gut unterwegs. Unter Müller gab es vier Punkte aus zwei Spielen, zuletzt ließ der SCP mit einem Sieg beim FC St. Pauli aufhorchen.

Gruev: „Ich gebe niemals auf“

Im Hinspiel erzielte Giorgi Chanturia für den MSV das goldene Tor zum Sieg. Der „georgische Messi“ rettete damit Trainer Gino Lettieri vermutlich den Job. Dem Coach half das nur kurzfristig, Nachfolger Ilia Gruev glaubt weiter fest an die Chance, den Klassenerhalt zu schaffen. „Ich gebe niemals auf“, sagt der Bulgare, der diese Einstellung auch bei seinen Jungs sieht. Dies macht der 46-Jährige auch am Sieg über Union Berlin fest, als sein Team das Spiel nach dem Rückstand wieder drehte.

Benefizturnier Der Mann, der maßgeblich daran beteiligt war, wird beim Anpfiff nur auf der Bank sitzen. Der Trainer will bei Victor Obinna, der am Donnerstag das Abschlusstraining über die volle Distanz ohne Probleme bestritt, kein zu großes Risiko eingehen. Der Nigerianer dürfte aber im Spielverlauf ins Geschehen eingreien.

Beide Außenverteidiger gesperrt

Die meisten Gedanken muss sich Gruev über die Besetzung der Außenverteidiger-Positionen machen, da Rolf Feltscher und Kevin Wolze jeweils gelbgesperrt fehlen. Auf links wird der wieder genesene Dan-Patrick Poggenberg vor den Augen von 1500 Duisburger Schlachtenbummlern zum Einsatz kommen. Für die rechte Seite wäre auch Nico Klotz ein Kandidat, aber wahrscheinlich wird es auf Vizekapitän Steffen Bohl hinauslaufen. Dafür rückt Thomas Meißner in die Innenverteidigung.

Nicht nur wegen seines Fallrückzieher-Tores gegen Union Berlin hat sich Stanislav Iljutcenko vorerst im Sturm festgespielt. Neben ihm stürmt Tománé. Der Portugiese unternimmt den achten Anlauf, um sein erstes Tor für den MSV Duisburg zu erzielen.