MSV Duisburg muss trotz Schuldenschnitt weiter kämpfen

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Was wir bereits wissen
Der Schuldenschnitt war für den Verein überlebensnotwendig. Aber er sichert noch nicht die Zukunft, um die Duisburg wegen der Fehler der Vergangenheit weiter ringen muss. Die 3. Liga ist dabei als Spielklasse nicht besonders hilfreich. Ein Kommentar.

Duisburg.. Vierzehn Millionen Euro. Versenkt, verschwunden, verbrannt. Man darf sich ruhig noch einmal einen Moment lang bewusst machen, wie sehr sich der MSV Duisburg in den letzten Jahren übernommen hat – mit einem Stadion, das nicht zu finanzieren war. Und mit dem Versuch, in die Bundesliga aufzusteigen.

Die Quittung ist bekannt, und womöglich wäre der MSV demnächst sogar noch aus der 3. Liga geflogen, hätte er sich nicht mit seinen Gläubigern geeinigt, die nun auf 14 Millionen Euro verzichten. Nur, dass die Leidenszeit trotz der guten-, der überlebensnotwendigen Nachricht noch nicht vorüber ist.

Neue Geldgeber zu finden ist knackhart

Denn abgesehen von 3,5 Millionen Schulden, die immer noch offen bleiben, fehlen wieder 4,5 Millionen zur Finanzierung der neuen Saison. Woher die kommen sollen? Die Stadt, selber nahezu pleite, schultert künftig die Stadionfinanzierung. Das war für den MSV Rettung aus höchster Not, aber mehr kann die Kommune nicht tun.

Schuldenschnitt Neue Geldgeber zu finden, war in Duisburg noch nie einfach. Jetzt, wegen der Sünden der jüngsten Vergangenheit, ist es knackhart geworden. Und sportlich ist die 3. Liga auf Sicht weder für den Verein noch für Sponsoren wirklich attraktiv. Auf den MSV warten leider noch viele schwere Tage.