MSV Duisburg hofft auf den perfekten Start

Zlatko Janjic, der hier vom wiedergenesenen Kevin Scheidhauer beglückwünscht wird, will mit den Zebras auch nach dem Heimspiel gegen Chemnitz jubeln.
Zlatko Janjic, der hier vom wiedergenesenen Kevin Scheidhauer beglückwünscht wird, will mit den Zebras auch nach dem Heimspiel gegen Chemnitz jubeln.
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Was wir bereits wissen
Der Auftakt war nicht gut, aber das Ergebnis stimmte bei Duisburgs 2:1 in Halle. Und darauf wollen die Zebras gegen Chemnitz aufbauen. „Der Sieg war gut für das Selbstvertrauen“, sagt Mittelfeldspieler Zlatko Janjic

Duisburg.. Jetzt sind es noch 15 Spiele in der 3. Fußball-Liga für den MSV Duisburg. Die ersten drei Punkte sind nach dem 2:1-Sieg in Halle im Sack, am Samstag wollen die Zebras im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC (14 Uhr, Schauinslandreisen-Arena/live in unserem Ticker) die nächsten drei Zähler einpacken. Die Sehnsucht nach einem perfekten Start ist groß, doch Sportdirektor Ivica Grlic bekräftigt, dass das kein Selbstläufer sein wird. „Wir müssen Geduld haben. In jedem Spiel. In der gesamten Saison“, sagte der 39-Jährige am Dienstag bei der Jahreshauptversammlung.

Auch Grlic weiß, dass der MSV beim Auftakt in Halle vor Wochenfrist spielerisch einiges schuldig blieb. Aber das Ergebnis stimmte, und darauf wollen die Duisburger heute aufbauen. „Der Sieg war gut für das Selbstvertrauen“, sagt Mittelfeldspieler Zlatko Janjic.

Personell muss Trainer Gino Lettieri wieder umstellen. Steffen Bohl (Schulter) und Tim Albutat (Oberschenkel) sind schwer angeschlagen, Linksverteidiger Kevin Wolze ist gesperrt. Immerhin sieht es beim zuletzt erkrankten Kevin Scheidhauer etwas besser aus. Es könnte für einen Platz im Kader reichen.

Türöffner für den MSV

Teams aus den neuen Bundesländern gelten als unbequem, zäh, robust und schwer zu bespielen. Deswegen sieht Trainer Gino Lettieri die Begegnungen mit Dresden, Chemnitz & Co. als Türöffner zum Aufstieg. „Die Mannschaft, die in der Lage ist, möglichst alle Ost-Teams zu schlagen, wird am Ende den Sprung in die 2. Liga packen“, glaubt der 48-Jährige. Stimmt die Lettieri-Prognose, dann müssen sich die Meidericher jetzt sputen.

Verletzungspech In den Duellen mit den sechs Ost-Mannschaften der 3. Liga fällt die Bilanz des MSV bisher durchwachsen aus. Bei Energie Cottbus (0:2) setzte es eine Niederlage. Zuhause gegen den Halleschen FC (1:1) und Dynamo Dresden (0:0) mussten sich die Zebras mit Punkteteilungen zufrieden geben. In Chemnitz gab es ebenfalls ein torloses Remis. Siege sprangen gegen Hansa Rostock (3:1), Rot-Weiß Erfurt (2:0) und beim ersten Spiel nach der Winterpause in Halle (2:1) heraus.

Zum Vergleich: Spitzenreiter Arminia Bielefeld unterlag Halle 1:5, kassierte ein 2:4 in Rostock, schaffte aber deutliche Siege über Dresden (4:1), Erfurt und im Rückspiel gegen Halle (jeweils 3:0). Gegen Chemnitz gab es ein 0:0 in der ersten Serie und ein 2:0 im Rückspiel. Lettieri: „Es war in jeder Saison immer ein Zeichen. Wenn du gegen diese Teams richtig punktest, dann bist du am Ende ganz vorne mit dabei.“

Strafe Am Samstag besteht für den MSV gegen Chemnitz die Möglichkeit, seine Ost-Bilanz weiter aufzupolieren. Lettieri: „Der CFC steht stabil hinten, hat in der Vorrunde viele Wochen zu Null gespielt, bis wichtige Leute ausfielen und nicht ohne weiteres zu ersetzen waren. Vom Potenzial her traue ich Chemnitz zu, oben mitzuspielen.“ Die Sachsen meldeten sich am letzten Samstag mit einem 3:1-Sieg über Fortuna Köln zurück – nachdem sie zuvor im alten Jahr fünfmal in Serie verloren hatten.

4000 Euro Strafe

Derweil bittet der Deutsche Fußball-Bund den MSV zur Kasse. Der Klub muss 4000 Euro für Vorfälle im Spiel bei der SGS Großaspach im Dezember zahlen. Die Quittung für eine blaue Rauchbombe, acht Bengalos und auf das Feld geworfene Feuerzeuge und Bierbecher.